Bundesumweltminister Gabriel Ausbau der erneuerbaren Energien durch Finanzkrise gefährdet

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) warnt vor negativen Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland.

Ausbau der erneuerbaren Energien durch Finanzkrise gefährdet

Durch die Krise sei die Finanzierung zahlreicher Projekte in der Branche gefährdet, erläuterte Gabriel nach einem Treffen mit rund 60 Vertretern von Banken, darunter die Deutsche Bank und die Commerzbank, und der Erneuerbaren-Energien-Branche.

Die Finanzmarktkrise habe bereits zu erheblichen Beeinträchtigungen geführt, sagte Gabriel. Im sogenannten Offshore-Bereich, also der Windenergiegewinnung auf dem Meer, könnten sogar sämtliche Projekte gefährdet sein, wenn nicht schnellstens gehandelt werde. Offshore-Windparks seien sehr kapitalintensiv und durch eine restriktive Kreditvergabe der Banken infolge der Finanzmarktkrise daher besonders gefährdet.

Um dennoch einen weiteren Ausbau zu gewährleisten, sollen die Förderbedingungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien verbessert werden. So sei geplant, den Kreditrahmen für Unternehmen bei der bundeseigenen KfW Bankengruppe zu erhöhen. Im Offshore-Bereich sei zudem vorgesehen, die Anbindungskosten umlagefähig zu machen und die Bürgschaften zu verbessern. Zudem sollte die zögerliche Genehmigungspraxis beschleunigt werden. Auch beim wachstumsstarken Auslandsgeschäft müsse die Branche unterstützt werden.

In Deutschland seien in den vergangenen Jahren 250.000 Arbeitsplätze in der Erneuerbare-Energien-Branche entstanden. Diese Zahl soll nach Angaben Gabriels bis 2020 verdoppelt werden. Der Anteil von erneuerbaren Energien am Energieverbrauch soll europaweit bis 2020 auf 20 Prozent steigen.

ddp