Der Zentralverband der Augenoptiker (ZVA) hat einen neuen Geschäftsführer. Jan Wetzel hat zum Jahresbeginn Joachim Goerdt abgelöst, der den Verband seit 1990 geleitet hatte und nun in den Ruhestand geht. Wetzel ist seit vier Jahren beim Verband beschäftigt und war bisher Justitiar.
Joachim Goerdt kam im März 1983 zum ZVA und war zunächst als stellvertretender ZVA-Geschäftsführer beschäftigt. Fortan und spätestens mit der Bestellung zum ZVA-Geschäftsführer im April 1990 habe er die Branche ein Stück weit gepräft, so der ZVA. "Der Verband und die Branche haben Herrn Goerdt sehr viel zu verdanken. Und nicht nur ich, der in den letzten Jahren eng mit ihm zusammen gearbeitet hat, weiß seine Leistungen der vergangenen drei Jahrzehnte zu schätzen", sagt ZVA-Präsident Thomas Truckenbrod.
Goerdt kämpfte für wichtige Entscheidungen
In die Amtszeit von Joachim Goerdt fallen für die Augenoptik relevante Ereignisse. Beispielsweise habe er das für die Branche wichtige Gerichtsurteil aus dem Jahr 2000 begleitet, das Augenoptikern das Recht zusprach, Screeningtests (Gesichtsfeld- und Augeninnendruckmessung) durchzuführen. Goerdt habe mit dem Verband auch für die weitere Abgabe von "Prismenbrillen" durch die Augenoptiker gekämpft, was per Gerichtsurteil bestätigt wurde. Der ZVA habe es unter dem Goerdt außerdem nicht zugelassen, dass Augenärzte Brillen abgeben dürfen.
Nachfolger Jan Wetzel ist seit über vier Jahren für beim ZVA. Nach einer intensiven Einarbeitung in den vergangenen Monaten habe der bisherige Justitiar seit dem 1. Dezember 2013 als Geschäftsführer die anstehenden Aufgaben übernommen. Truckenbrod ist überzeugt, dass auch Wetzel den Verband für die Strömungen und die wichtigen Themen der Branche sensibilisieren werde.

