Ehrenpräsident des Verbandes verstorben Augenoptiker trauern um Herbert Volz

Der Zentralverband der Augenoptiker (ZVA) trauert um seinen Ehrenpräsidenten Herbert Volz. Volz war am Montag im Alter von 85 Jahren verstorben.

Der Augenoptikerverband trauert um seinen Ehrenpräsidenten Herbert Volz. - © Foto: ZVA

ZVA-Präsident Thomas Truckenbrod erinnerte an die Leistungen seines früheren Vorgängers. "Nicht nur der ZVA, sondern unsere Branche verliert eine Persönlichkeit, die entscheidende berufspolitische Prozesse und Entwicklungen begleitet und darüber hinaus federführend vorangetrieben hat, von der die Augenoptik bis heute profitiert", sagte Truckenbrod.

Augenglasbestimmung mit durchgesetzt

Volz stand als Präsident des ZVA von Juni 1969 bis März 1981 an der Spitze des Verbandes. Nach Auskunft des ZVA fielen in seine Zeit als Präsident enorm wichtige Ereignisse, an deren positiven Ende Volz einen erheblichen Anteil gehabt habe. In erster Linie sei das so genannte "Refraktionsurteil" zu nennen, das den Augenoptikermeistern bis heute die Augenglasbestimmung in ihrem Berufsbild ermöglicht. Ebenso gehöre die Anpassung von Kontaktlinsen und die vertragliche Regelung dieser Leistung mit den Krankenkassen zu den Erfolgen des am 7. August 1929 in Kornwestheim geborenen Augenoptikers.

Studiengang Augenoptik initiiert

Volz hatte sich mit seinen Betrieben im Raum Heidelberg angesiedelt. Die ehrenamtliche Arbeit lernte er als Lehrlingswart der damaligen Augenoptikerinnung Nordwürttemberg kennen. Später übernahm er das Amt des Obermeisters in derselben Innung. Volz engagierte sich besonders für die Aus- und Fortbildung in der Augenoptik. So initiierte er 1983 den ersten Fachhochschulstudiengang "Augenoptik" in Aalen und setzte sich immer für die Fachschulen und das ZVA-Fortbildungszentrum ein. 1979 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande, zwei Jahre später wurde er mit dem ZVA-Ehrenzeichen in Gold geehrt. dhz