Die Augenoptiker haben im vergangenen Jahr ihren Umsatz um 3,6 Prozent gesteigert. Mit anteilig 3,5 Prozent haben die statioären Betriebe dazu am meisten beigetragen. Das Wachstum des Onlinehandels habe sich enorm abgeschwächt.

5,83 Milliarden Euro Umsätze verzeichnete die Augenoptiker-Branche im vergangenen Jahr. Das ist eine Steigerung von 3,6 Prozent und nach Auskunft des Zentralverbands der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) hauptsächlich den stationären Betrieben am Markt zu verdanken. Deren Anteil an den Gesamtumsätzen betrage 5,61 Milliarden Euro, was einem Plus von 3,5 Prozent entspricht. Zur Jahrespressekonferenz berichtete der Verband über den Wandel des Marktes und neue Anforderungen an die Augenoptiker.
Das Wachstum des Onlinehandels sei dagegen deutlich zurückgegangen, so der ZVA. Konnte der Onlinehandel in den Vorjahren Wachstumsraten von bis zu 30 Prozent verzeichnen, liege die letztjährige Steigerung bei nur noch 7,1 Prozent. Das entspricht einen Mehrumsatz von 225 Millionen Euro. Demnach wurden 700.000 Brillen online bestellt. Stationär wurden 11,73 Millionen Brillen angepasst und zusätzlich rund 6,5 Millionen vorhandene Brillen mit neuen Gläsern bestückt.
Betriebe spezialisieren sich
Hauptverantwortlich für die Umsatzsteigerungen sind laut ZVA die Filialisten. Die inhabergeführten Betriebe verzeichnen zwar auch Zuwächse, kümmern sich aber laut Verband stärker um eine Spezialisierung und die Erlangung von Alleinstellungsmerkmalen. Steigende Zahlen bei der Anpassung von formstabilen Kontaktlinsen sowie die Anmeldezahlen für Fort- und Weiterbildung seien Anzeichen dafür. Immer mehr Augenoptiker lassen sich nach ihrer Meisterprüfung zum Optometristen fortbilden.
Nach Ansicht des ZVA tritt damit immer mehr der gesundheitliche Aspekt der augenoptischen Dienstleistung in den Vordergrund. Allein weil die Zahl der Kinder mit Kurzsichtigkeit so deutlich steigt, sei die Versorgung mit optometrischen Dienstleistungen immer wichtiger. Der ZVA rechnet damit, dass der Bedarf in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Verschiedene Studien kommen zu dem Ergebnis, dass auch in Deutschland die Zahl der Kurzsichtigen und das Ausmaß verschiedener Formen der Kurzsichtigkeit ansteigen werde.
Zahl der Ausbzubildenden angestiegen
Dennoch ist die Zahl mittelständischer Betriebe im vergangenen Jahr zurückgegangen. Gleichzeitig verzeichneten die Filialisten jedoch Zuwächse, so dass per Saldo nur 50 Betriebe weniger am Markt sind. Die Gesamtzahl der Augenoptiker liegt jetzt bei 11.900. Auch die Zahl der Beschäftigten ist gesunken (48.600), die der Ausbzudildenden dagegen auf 6.233 gewachsen. fm