Zentralverband der Augenoptiker Augenoptiker steigern in der Krise ihre Umsätze

Die Augenoptiker in Deutschland haben ihre Umsätze im vergangenen Jahr trotz der Wirtschaftskrise leicht erhöht. Die handwerkliche Brillenoptik war dabei Hauptumsatzträger der Branche.

Augenoptiker steigern in der Krise ihre Umsätze

Insgesamt erwirtschaftete die Branche rund 4,8 Milliarden Euro und damit 1,5 Prozent mehr als 2008, teilte der Zentralverband der Augenoptiker (ZVA) mit.

Anders als ihre Kollegen im europäischen Ausland seien die deutschen Optiker von der Wirtschaftskrise weitgehend verschont geblieben, sagte ZVA-Präsident Thomas Truckenbrod. Den Großteil der Erlöse hätten mit 81 Prozent die handwerklichen Brillenoptiker erbracht. Als positiv wertete Truckenbrod, dass die Zahl der Auszubildenden leicht gestiegen sei, von 48.100 im Jahr 2008 auf 48.800.

Im zurückliegenden Jahr wurden nach Verbandsangaben 11,2 Millionen Brillen in Deutschland verkauft. Mit 71 Prozent dominieren Brillen mit Metallfassungen den Markt, der Verbrauchertrend zu immer leichteren, dünneren und hochwertigeren Gläsern aus Kunststoff hat sich fortgesetzt und konnte mit 85,1 Prozent seinen Marktanteil ausbauen.

Kontrollen für Kontaktlinsenträger schützen Augen

ZVA-Präsident Truckenbrod warnte vor dem Kontaktlinsenkauf im fachfremden Handel. Das Tragen von Kontaktlinsen ohne eine fachgerechte Untersuchung auf Verträglichkeit und eine regelmäßige Kontrolle der Träger sei für die Augen grob fahrlässig. Genauso wichtig ist die Aufklärung über die Beachtung entsprechender Hygieneregeln, ohne die eine problemlose Verträglichkeit nicht gewährleistet ist. "Da die Augen eines Menschen so individuell sind wie seine Fingerabdrücke, müssen auch Kontaktlinsen individuell an den jeweiligen Träger angepasst werden. Diese Dienstleistung, die einen langen Tragekomfort verspricht, gibt es nur beim Fachmann", unterstrich Thomas Truckenbrod.

dhz/ddp