Ein ehemaliger technischer Leiter des Klinikums Wilhelmshaven soll Handwerksbetrieben Aufträge verschafft haben – und im Gegenzug Material und Leistungen im Wert von rund 370.000 Euro für seinen eigenen Hausbau erhalten haben. Nun beginnt der Prozess vor dem Landgericht Oldenburg.

Vor dem Landgericht Oldenburg hat der Prozess gegen den ehemaligen technischen Leiter des Klinikums Wilhelmshaven begonnen. Dem 59-Jährigen wird vorgeworfen, zwischen 2015 und 2019 Aufträge an Handwerksbetriebe aus Wilhelmshaven und dem Landkreis Friesland vergeben zu haben, wie der NDR berichtet.
370.000 Euro Vorteil für eigenen Hausbau
Der Angeklagte soll im Gegenzug unentgeltliches oder verbilligtes Material und Dienstleistungen im Wert von rund 370.000 Euro für seinen eigenen Hausbau erhalten haben, so die Anklage. Insgesamt werden dem Mann 40 Taten vorgeworfen. Wie groß der finanzielle Schaden für das Klinikum ist, soll im Prozess noch ermittelt werden.
Der mutmaßliche Betrug war vor fünf Jahren aufgeflogen, nachdem ein Handwerksbetrieb Strafanzeige erstattete. In der Folge durchsuchte die Polizei das Klinikum sowie mehrere Handwerksbetriebe.
Prozessdauer und mögliche Strafe
Für den Prozess sind insgesamt 22 Verhandlungstage angesetzt. Dem Mann drohen mehrere Jahre Haft, ein Urteil soll im Januar fallen. avs