Gigaset schlägt Lamprecht und Klöß für Aufsichtsrat vor Aufsichtsratschef Löw stellt Personalplanungen vor

Der Telefonhersteller Gigaset AG hat den früheren Siemens-Vorstand Rudi Lamprecht und die Unternehmensberaterin Susanne Klöß für den Aufsichtsrat vorgeschlagen. Aufsichtsratschef Peter Löw sagte am Mittwoch: "Klöß verbindet in idealer Weise hervorragende Managementberatung mit tiefer Kapitalmarktkenntnis, und Lamprecht ist bestens vertraut mit den Eigenheiten der Telekommunikationsbranche."

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Aufsichtsratschef Löw stellt Personalplanungen vor

München (dapd). Der Telefonhersteller Gigaset AG hat den früheren Siemens-Vorstand Rudi Lamprecht und die Unternehmensberaterin Susanne Klöß für den Aufsichtsrat vorgeschlagen. Aufsichtsratschef Peter Löw sagte am Mittwoch: "Klöß verbindet in idealer Weise hervorragende Managementberatung mit tiefer Kapitalmarktkenntnis, und Lamprecht ist bestens vertraut mit den Eigenheiten der Telekommunikationsbranche."

Lamprecht und Klöß kandidieren auf der Hauptversammlung im Sommer als Nachfolger von Rudolf Falter und Hubertus Prinz zu Hohenlohe-Langenburg, die nicht mehr antreten.

Lamprecht war als Mitglied des Siemens-Zentralvorstandes von 2000 bis 2007 für die Telefongerätesparte verantwortlich, die dann als Gigaset an die Beteiligungsgesellschaft Arques verkauft wurde. Außerdem hatte er Osram, Bosch Siemens Hausgeräte, Fujitsu-Siemens-Computer und die Regionen Afrika, Nahost und Russland betreut. Ein Ordnungswidrigkeitsverfahren im Zusammenhang mit der Siemens-Korruptionsaffäre hatte die Staatsanwaltschaft eingestellt, an Siemens hatte er per Vergleich 500.000 Euro gezahlt. Lamprecht ist heute in den Aufsichtsräten mehrerer ITK-Unternehmen.

Susanne Klöß ist Kapitalmarktexpertin und Partnerin der Unternehmensberatung Accenture, die Börsen in China, Europa und den USA sowie führende Investmentbanken zu ihren Kunden zählt. Klöß habe maßgeblich die Umgestaltung der Börsenlandschaft zum elektronischen Handel weltweit vorangetrieben, erklärte Gigaset.

dapd