Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums Aufschwung auf stabilen Stützen

Das Bundesfinanzministerium erwartet nach einem voraussichtlich guten Start für die deutschen Unternehmen in das laufende Jahr eine Fortsetzung des Aufschwungs. "Die vorlaufenden Konjunkturindikatoren deuten auf einen günstigen Start der deutschen Wirtschaft in das Jahr 2011 hin", heißt es in dem heute veröffentlichten Monatsbericht des Ministeriums.

Aufschwung auf stabilen Stützen

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird nach Berechnung der Bundesregierung in diesem Jahr preisbereinigt um 2,3 Prozent steigen. Für 2012 geht die Regierung gegenwärtig von einem Wachstum von real 1,8 Prozent aus.

Risiken ergeben sich aus Sicht von Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen vor allem aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld. "Eine weitere erhebliche Verteuerung von Rohstoffen würde beispielsweise bremsend auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wirken", schreibt Asmussen. Chancen auf eine günstigere konjunkturelle Entwicklung sieht er demgegenüber vor allem im Bereich der Binnenwirtschaft.

Die Binnennachfrage steuere bereits jetzt neben den Exporten einen steigenden Beitrag zum Wachstum bei. "Der Aufschwung hat also an Breite gewonnen und erleichtert es der Bundesregierung, in den internationalen Gremien ihre wirtschafts- und finanzpolitische Linie zu vertreten", schreibt Asmussen und reagiert damit auf die in den vergangenen Monaten immer wieder gegenüber Deutschland geäußerten Vorwürfe einer zu großen Exportlastigkeit der deutschen Wirtschaft.

Für die Fortsetzöung des Aufschwungs spricht dem Bericht zufolge der weiterhin klare Aufwärtstrend bei den Industrieindikatoren. Auch für die deutsche Exporttätigkeit ließen eine Vielzahl von Indikatoren eine günstige Entwicklung erwarten. Zudem wollten die Unternehmen laut Umfragen ihre Investitionen steigern. Dabei gewinne die Kapazitätserweiterung als Investitionsmotiv immer mehr an Bedeutung. "Von Kapazitätserweiterungen könnte in diesem Jahr auch die Bauwirtschaft profitieren", heißt es.

dapd