Im ersten Halbjahr 2015 verunglückten weniger Menschen bei der Arbeit als im Vergleichszeitraum 2014. Einzig die Wegeunfälle nehmen nicht ab. Die Zahl der Menschen, die auf dem Arbeitsweg tödlich verunglückten, ist sogar gestiegen. Warum Berufsgenossenschaften und Unfallkassen die Entwicklung trotzdem positiv werten.

420.447 Menschen verunglückten im ersten Halbjahr 2015 bei der Arbeit so schwer, dass sie für mindestens drei Tage krankgeschrieben wurden (meldepflichtige Arbeitsunfälle). Das sind 2,4 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (430.939).
Dies zeigen die vorläufigen Zahlen der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen, veröffentlicht von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) .
140 starben auf dem Arbeitsweg
Die Zahl der Unfälle auf dem Weg zur Arbeit liegt bei 87.070, das sind 189 oder 0,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Bei den schweren Arbeits- und Wegeunfällen, insbesondere den Rentenfällen, zeigt sich jeweils der gleiche Trend.
200 Arbeitsunfälle endeten tödlich, zehn weniger als im Vorjahr. Die Zahl der tödlichen Wegeunfälle stieg dagegen um 19 auf 140.
Dennoch wertet der DGUV die Zahlen positiv. Aufgrund der guten Konjunkturlage sind mehr Menschen in Arbeit. Folglich sind auch mehr Menschen gefährdet. Vor diesem Hintergrund sind die insgesamt sinkenden Zahlen ein gutes Signal. "Wenn der Trend sich fortsetzt, könnte 2015 ein gutes Jahr für den Arbeitsschutz werden", sagte DGUV-Hauptgeschäftsführer Joachim Breuer.
Hier geht es zu den exakten Zahlen. dhz