"GDL missbraucht das Streikrecht für Sonderinteressen einer kleinen Gruppe" Arbeitgeberpräsident wirft Kleingewerkschaften Erpressung vor

Angesichts erneuter Streiks der Lokführergewerkschaft GDL sorgt sich der Präsident der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA), Dieter Hundt um die Tarifeinheit. "Die GDL missbraucht als Minderheitsgewerkschaft das Streikrecht für die Sonderinteressen einer kleinen Gruppe", sagte Hundt der "Bild"-Zeitung. "Damit legt sie den gesamten Betrieb lahm und schädigt Bahnkunden und Wirtschaft."

Arbeitgeberpräsident wirft Kleingewerkschaften Erpressung vor

Berlin (dapd). Angesichts erneuter Streiks der Lokführergewerkschaft GDL sorgt sich der Präsident der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA), Dieter Hundt um die Tarifeinheit. "Die GDL missbraucht als Minderheitsgewerkschaft das Streikrecht für die Sonderinteressen einer kleinen Gruppe", sagte Hundt der "Bild"-Zeitung.

"Damit legt sie den gesamten Betrieb lahm und schädigt Bahnkunden und Wirtschaft." Das sei angesichts des bestehenden Tarifvertrags für alle Arbeitnehmer erpresserisch und unverantwortlich.

Die GDL bestreikt seit Montag zum wiederholten Mal zahlreiche Privatbahnen. Sie fordert einen bundesweit einheitlichen Tarifvertrag.

Hundt sagte, ohne Tarifeinheit könne die Tarifautonomie zerstört werden. "Laufend entstehen neue Spartengewerkschaften. Sie wollen aber ihr Erpressungspotenzial gegen die Betriebe einsetzen, um mehr für sich rauszuholen", sagte er.

Der BDA-Präsident versicherte, er fürchte keinen Machtverlust der Arbeitgeber. "Ich will nur nicht, dass Minderheiten aus egoistischem Interesse ohne Rücksicht auf geltende Mehrheitstarifverträge den Betrieb lahmlegen", sagte er. "In Deutschland galt 60 Jahre lang die Tarifeinheit. Das hat sich bestens bewährt."

dapd