Wirtschaftsaufschwung Arbeitgeber fordern Senkung des Rentenbeitrags

Wegen der guten Wirtschaftslage fordern die deutschen Arbeitgeber die Bundesregierung auf, Bürger und Unternehmern bei den Rentenbeiträgen deutlich zu entlasten. Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hält einen Beitragssatz von unter 19,5 Prozent für realistisch.

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt schlägt eine Senkung des Rentenbeitrags vor. Foto: dapd

Arbeitgeber fordern Senkung des Rentenbeitrags

Hundt sagte der der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Wenn sich die Konjunktur weiter positiv entwickelt, ist bereits zum 1. Januar 2012 eine geringfügige Senkung des Rentenbeitragssatzes möglich. 2013 könnten die Beiträge dann in einem zweiten Schritt auf unter 19,5 Prozent gesenkt werden." Aktuell liegt der Satz bei 19,9 Prozent. Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen ihn je zu gleichen Teilen. Die Rentenversicherung nehme durch die anhaltend positive Wirtschaftsentwicklung mehr ein als bei der letzten Schätzung prognostiziert, begründete Hundt seinen Vorstoß.

Eine Entlastung von Wirtschaft und Arbeitnehmern entspreche dem Versprechen der Koalition, mehr Netto vom Brutto zu sichern, sagte Hundt. "Mit der Anhebung der Beiträge zur Kranken- und Arbeitslosenversicherung hat die Bundesregierung leider das Gegenteil getan", kritisierte Hundt die schwarz-gelbe Koalition und fügte an: "Ich warne nachdrücklich davor, die günstige Finanzlage der Rentenkassen jetzt zu missbrauchen, um Löcher im Bundeshaushalt zu stopfen."

dapd