Goldschmiedin mit eigenem Label Anna-Maria Schelle ist mit Surfschmuck-Kollektion erfolgreich

Goldschmiedin Anna-Maria Schelle schätzt das klassische Handwerk. Zugleich will sie neue Akzente setzen. Inspiration für ihre Schmuck-Kreationen findet die 27-Jährige aus Radeberg bei ihren Hobbies – Skaten und Surfen. Ende dieses Jahres setzt die junge Handwerkerin zum nächsten Karrieresprung an.

Goldschmiedin Anna-Maria Schelle ist mit ihrem Surfschmuck-Label "shelly.breeze of life" erfolgreich. - © Sinafilm

Mit Amboss, Hammer und Hackstock formt sie in der Goldschmiede Schelle, dem Betrieb ihres Vaters, Materialien wie Gold, Silber und Edelsteine zu individuellen Schmuckkreationen.  Anna-Maria Schelle: "An meiner Arbeit fasziniert mich, dass ich einen kleinen Gegenstand mit großem Wert schaffe – einem Wert auf materieller genauso wie auf emotionaler Ebene."

Und so gründete sie noch vor Abschluss ihrer Meisterprüfung ihr eigenes Surfschmuck-Label "shelly.breeze of life".

Inzwischen hat sie schon ihre zweite Kollektion entworfen. "Ich probiere gerne Sachen aus und wollte das Angebot unseres Betriebes um eine jugendliche Schmucklinie erweitern", erzählt sie.

Inspiration auf dem Surfbrett

Inspiration für ihr handwerkliches Schaffen findet Anna-Maria Schelle vor allem in ihren Hobbies, dem Skaten und Surfen. "Wenn ich im Wasser bin und mich auf meinem Brett von den Wellen tragen lasse, vermittelt mir das ein unendliches Gefühl von Freiheit", sagt sie.

Diese Emotionen lässt die sportliche Handwerkerin in ihre Arbeit als Goldschmiedin einfließen. In ihrem Surfschmuck finden sich edle Steine und Hölzer, farbenfrohe Korallen und formschöne Muscheln wieder.

Mit ihnen verewigt die reiselustige Junghandwerkerin nicht selten ein Stück Urlaubserinnerung. "Es macht mir viel Spaß, in der Werkstatt auszuprobieren, was ich alles aus natürlichen Materialien aus fernen Ländern fertigen kann", sagt sie.

Inspiration findet Anna-Maria Schelle beim Surfen. - © Sinafilm
Surfen, Anna-Maria Schelle

Ihr sei früh klar gewesen, dass sie etwas Handwerkliches lernen würde. "Ich mag das Abwechslungsreiche an meiner Arbeit und finde es toll, etwas mit meinen Händen zu schaffen." Ihre Erfahrung gibt sie schon jetzt an eine Auszubildende weiter. Aber trotz Meistertitel sagt sie von sich selbst, dass sie noch längst nicht ausgelernt hat.

Deshalb nutzt Anna-Maria Schelle eine von vielen Weiterbildungsmöglichkeiten im Handwerk und absolviert zusätzlich die zweijährige Fortbildung zur "Gestalterin im Handwerk". In den berufsbegleitenden Kursen übt sie sich im freien Zeichnen oder schreinert und schweißt wonach ihr gerade der Sinn steht. "Dort lerne ich noch einmal vollkommen andere handwerkliche Tätigkeiten, die mir wiederum als Anregung für meine Arbeit dienen", erklärt sie.

Den Raum für kreative Auszeiten schaffen

Ende dieses Jahres setzt die junge Handwerkerin zum nächsten Karrieresprung an. Gemeinsam mit ihrer Schwägerin wird sie den väterlichen Betrieb übernehmen. Zeit für ihre Hobbies wird sie sich aber auch als Mitinhaberin des Betriebes gönnen.

"Um kreativ zu bleiben, benötige ich immer einen Ausgleich – egal ob im Sport, bei einer Fortbildung oder durch eine Reise", sagt die Goldschmiedin. "Im Idealfall  verbinde ich eine Reise mit einem Surftrip und komme mit lauter neuen Ideen für die nächsten Schmuckstücke zurück." Kollektion Nummer zwei war also ganz sicher nicht die letzte. dhz

Mehr über Anna-Maria Schelle und andere junge Handwerker gibt es unter www.handwerk.de.