Drei Tipps für Sparer Anlegen im Zinstief: Worauf es beim Tagesgeld ankommt

Seit ein paar Jahren kennt der Leitzins der EZB nur eine Richtung: Es geht immer weiter nach unten. Für Sparer keine einfachen Zeiten. Drei Tipps, worauf es beim Tagesgeldkonto ankommt.

Derzeit sind bei Tagesgeldkonten bis zu 1,8 Prozent Zinsen möglich - der Durchschnitt liegt aber deutlich darunter. - © Foto: apops/Fotolia

Keine Frage: Die Zeiten für Sparer sind schwer, die Zinsen verharren auf einem extrem niedrigen Niveau. Nur wenige Banken bieten für Tagesgeld eine Verzinsung von einem Prozent oder mehr. Nach Angaben der FMH-Finanzberatung in Frankfurt am Main sind es derzeit gerade mal vier Institute, deren Zinssätze zwischen 1,00 und 1,05 Prozent liegen. Der durchschnittliche Tagesgeldzinssatz liegt den Angaben nach gerade mal bei 0,39 Prozent.

Finanzielle Rücklagen aufbauen

Auf ein Tagesgeldkonto verzichten sollten Kunden aber nicht, empfiehlt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Denn es eignet sich gut, um eine finanzielle Rücklage aufzubauen. Gerade Berufsanfänger sollten zuerst mit einem Tagesgeldkonto sparen. Denn in dem Alter können die wenigsten für ihr ganzes Leben vorplanen und sollten sich deshalb noch nicht an langfristige Verträge binden. Tagesgeld bietet meist mehr Zinsen als ein Sparbuch, außerdem ist das Geld jederzeit verfügbar. Laut der unabhängigen Finanzberatung FMH in Frankfurt sind für Tagesgeldkonten derzeit bis zu 1,8 Prozent Zinsen möglich. Drei Punkte, auf die es dabei ankommt:

Zinsen

Anders als etwa bei Festgeld ist der Zinssatz beim Tagesgeld variabel, erklären die Verbraucherschützer. Dabei orientieren sie sich zum Beispiel am Leitzins der Europäischen Zentralbank. Geht es da wieder nach oben, dürften auch die Tagesgeldzinsen wieder steigen. Doch nicht immer geben die Banken steigende Leitzinsen weiter. Dann sollten Anleger laut Verbraucherzentrale überlegen, ob sich nicht der Wechsel zu einem anderen Anbieter lohnt. Auch wenn die Zinsen beim eigenen Geldinstitut gesenkt werden, kann sich ein Wechsel auszahlen.

Höhe der Rücklage

Eine Faustregel lautet, dass Anleger über mindestens drei Nettogehälter kurzfristig verfügen können sollten. Dafür eignen sich Tagesgeldkonten besonders. Kommt es zu unvorhergesehenen größeren Ausgaben, müssen sie nicht einen teuren Dispokredit aufnehmen oder andere Geldanlagen antasten.

Einlagensicherung

Das Angebot an Tagesgeldkonten ist groß. Doch Verbraucher sollten immer darauf achten, wie ihre Einlagen bei dem jeweiligen Institut abgesichert sind. In Deutschland gibt es neben der gesetzlichen Einlagensicherung, die 100.000 Euro umfasst, noch weitere Sicherungssysteme, die höhere Summen abdecken. Bei Banken im Ausland müssen Verbraucher genau hinschauen: Welche Sicherungssysteme gelten dort? dpa/dhz