Ende der Amtszeit der Regierungsbeauftragten Christine Bergmann Anlaufstelle "Sexueller Missbrauch" soll bestehen bleiben

Die unabhängige Anlaufstelle für Missbrauchsfälle soll auch nach dem Ende der Amtszeit der Regierungsbeauftragten Christine Bergmann weitergeführt werden. Darin seien sich die Bundesministerien für Familie, Justiz und Bildung mit den Teilnehmern des Runden Tisches "Sexueller Missbrauch" einig, teilte das Familienministerium am Montag in Berlin mit.

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Anlaufstelle "Sexueller Missbrauch" soll bestehen bleiben

Berlin (dapd). Die unabhängige Anlaufstelle für Missbrauchsfälle soll auch nach dem Ende der Amtszeit der Regierungsbeauftragten Christine Bergmann weitergeführt werden. Darin seien sich die Bundesministerien für Familie, Justiz und Bildung mit den Teilnehmern des Runden Tisches "Sexueller Missbrauch" einig, teilte das Familienministerium am Montag in Berlin mit. Auch nach Veröffentlichung des Abschlussberichts von Bergmann seien zahlreiche Briefe und Telefonate in der Geschäftsstelle eingegangen.

Der Runde Tisch tagte am Montag zum vierten Mal. Die Teilnehmer diskutierten die im Mai vorgestellten Empfehlungen der unabhängigen Missbrauchsbeauftragten Bergmann. Vorschläge für ein gemeinsames Hilfesystem für Rehabilitation wurden aufgegriffen. Der Runde Tisch will in den kommenden Wochen beraten, inwieweit betroffene Institutionen einbezogen werden und wie die Kosten von Leistungen an Missbrauchsopfern in Familien finanziert werden sollen.

Der von der Bundesregierung initiierte Runde Tisch "Sexueller Missbrauch" hatte seine Arbeit im April 2010 aufgenommen, nachdem massenhaft Missbrauchsfälle in Schulen und katholischen Einrichtungen ans Licht gekommen waren. Den Vorsitz haben Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP), Familienministerin Kristina Schröder sowie Bildungsministerin Annette Schavan (beide CDU). Mitglieder sind rund 60 Vertreter aus Politik, Kirche und Gesellschaft.

dapd