De Maizière und Westerwelle auf Trauerfeier Angehörige und Bundeswehr trauern in Detmold um getöteten Soldaten

In einer Trauerfeier haben Familie, Freunde, Politiker und Bundeswehrangehörige am Freitag Abschied von dem bei einem Sprengstoffanschlag in Afghanistan getöteten Soldaten aus Augustdorf (Kreis Lippe) genommen. Er war der 52. Soldat, der beim Bundeswehreinsatz am Hindukusch ums Leben kam.

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Angehörige und Bundeswehr trauern in Detmold um getöteten Soldaten

Detmold (dapd). In einer Trauerfeier haben Familie, Freunde, Politiker und Bundeswehrangehörige am Freitag Abschied von dem bei einem Sprengstoffanschlag in Afghanistan getöteten Soldaten aus Augustdorf (Kreis Lippe) genommen. Er war der 52. Soldat, der beim Bundeswehreinsatz am Hindukusch ums Leben kam. Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) sprach in seiner Trauerrede in der Heilig-Kreuz-Kirche in Detmold den Angehörigen sein Mitgefühl aus. Zugleich betonte er: "Die Opfer dürfen nicht vergeblich sein. Vor Gewalt darf man nicht weichen."

Alexej K. sei mit ganzer Kraft und ganzem Herzen Soldat gewesen, sagt de Maizière über den 23-Jährigen, der im März nach Afghanistan verlegt worden war. "Er war mutig und tapfer", sagte de Maizière. Der Oberstabsgefreite sei bereit gewesen, für die Verteidigung von Recht und Freiheit "das Äußerste zu geben: sein eigenes Leben", sagte der Verteidigungsminister. "Es ist bitter, dass es dazu gekommen ist." Der Leitende Militärdekan Ulrich Brates sprach von einer "Situation, die unser Begreifen übersteigt".

Der Oberstabsgefreite war am Donnerstag vergangener Woche mit einem Schützenpanzer auf eine Sprengfalle gefahren und getötet worden. Fünf weitere Bundeswehrsoldaten wurden bei dem Anschlag verletzt. De Maizière nannte die Strategie der Taliban "perfide". Sie wollten den Weg in ein neues Afghanistan zerstören, sagte der Minister. Das dürfe ihnen jedoch nicht gelingen.

An der Trauerfeier nahmen neben de Maizière unter anderen Außenminister Guido Westerwelle (FDP) und der Generalinspekteur der Bundeswehr, Volker Wieker, teil.

dapd