Im Juni stehen einige wichtige Termine an: Dazu zählen die Europawahl und der Start der Fußball-EM. Und: Die Tarifverhandlungen im Gebäudereinigerhandwerk sollen starten. Aber das ist noch längst nicht alles. Das sind die wichtigsten Änderungen im Juni 2024.

Kinder und Jugendliche dürfen sich freuen. Denn im Juni starten gleich in fünf Bundesländern die Sommerferien:
- In Bremen geht es am 24. Juni los. Schülerinnen und Schüler haben dann bis zum 2. August frei.
- In Niedersachsen starten die Sommerferien ebenfalls am 24. Juni und enden am 2. August.
- In Sachsen starten die Sommerferien bereits am 20. Juni und dauern bis zum 2. August an.
- Die Sommerferien in Sachsen-Anhalt beginnen am 24. Juni und enden am 3. August.
- In Thüringen gibt es Sommerferien vom 20. Juni bis 31. Juli.
Spannende Termine gibt es im Juni aber auch für Erwachsene. Dazu zählen die Europawahl und die Fußball-Europameisterschaft 2024. Es gibt aber auch einige neue Gesetze, die es zu beachten gilt. Die wichtigsten Änderungen im Juni 2024 im Überblick:
Das sind die wichtigsten Änderungen im Juni 2024
- Europawahl
- EM 2024
- Gebäudereiniger
- Meisterprämie
- Fachkräfte
- Einbürgerung
- Kabelfernsehen
- BahnCard
- Neue Bezahlmethode
- Großbritannien
- Venedig
- Reservierungspflicht in Zügen
- Google Podcasts
- Chatdienst ICQ
- Apple-Händler Gravis
1. Europawahl findet statt
Die Europawahl rückt näher. Vom 6. bis 9. Juni wählen die Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union zum zehnten Mal das Europäische Parlament. Dazu zählen laut Bundestag bis zu 64,9 Millionen Deutsche. Der genaue Wahltermin für Deutschland ist Sonntag, der 9. Juni. Ist man als Wähler im Wählerverzeichnis eingetragen, kann man auch an der Briefwahl teilnehmen. Die Antragsstellung für den Wahlschein ist laut Bundestag in der Regel bis Freitag, 7. Juni, 18 Uhr, möglich.
Die Europawahl findet alle fünf Jahre statt. Eine wesentliche Änderung: Erstmals können sich auch Jugendliche ab 16 Jahren an der Wahl beteiligen. Die Deutsche Handwerks Zeitung (DHZ) hat mit Handwerkerinnen und Handwerkern über die Europawahl gesprochen: Was wünschen sie sich von den neuen EU-Abgeordneten? Das haben die Unternehmer geantwortet.
2. Fußball-Europameisterschaft 2024 startet
Ein Event, auf das sich wohl jeder Fußballfan freut: Am 14. Juni startet die Fußball-EM 2024 in Deutschland. Das Eröffnungsspiel findet in der Allianz Arena in München statt. Dann tritt um 21 Uhr Deutschland gegen Schottland an. Übertragen wird das Spiel vom ZDF. Das Finale wird am 14. Juli im Olympiastadion in Berlin ausgetragen.
Ob Fan-Brötchen oder EM-Wurst: Für Handwerker bietet das Großevent EM eine tolle Möglichkeit, um für Produkte und Dienstleistungen zu werben. Aber Achtung: Sie müssen einiges beachten und Aktionen sorgfältig vorbereiten. Dies gilt insbesondere auch für die Sozialen Medien. Hier erfahren Handwerksunternehmer mehr über das Thema.
3. Tarifverhandlungen für Gebäudereiniger
Gibt es bald mehr Geld für die Beschäftigten im Gebäudereinigerhandwerk? Der aktuelle Tarifvertrag für die Gebäudereiniger läuft noch bis Ende 2024. Die erste Tarifverhandlung ist für den 18. Juni geplant. Pauschal drei Euro mehr in der Stunde fordert die Gewerkschaft Bauen Agrar Umwelt (IG BAU) für die rund 700.000 Gebäudereiniger in Deutschland. In der untersten und am weitesten verbreiteten Lohngruppe würde das Gehalt so um 22,2 Prozent von 13,50 Euro auf 16,50 Euro steigen. Der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV) wies die Tarifforderung als "abenteuerlich" zurück. Warum, erfahren Interessierte hier:
>>> Lesetipp: Neuer Tarifvertrag für Gebäudereiniger: Das fordert die IG BAU
4. Meisterprämie in Hessen wird erhöht
Die Meisterprämie in Hessen wird zum 1. Juni von derzeit 1.000 Euro auf 3.500 Euro erhöht. Das berichtet das Portal hessenschau.de. Die Erhöhung habe Hessens Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori (SPD) angekündigt. Mit der Erhöhung will das Land die akademische und berufliche Bildung gleichstellen und Finanzierungslücken schließen: Zusammen mit bereits bestehenden Förderungen wird die Weiterbildung in Hessen dank der Erhöhung nahezu kostenfrei. Hier erfahren Sie mehr über die Förderungen zur Meisterin oder zum Meister:
>>> Lesetipp: Meisterbonus & Co: Hier gibt es Prämien für Meisterschüler
5. Westbalkan-Regelung und neue Chancenkarte zur Arbeitssuche
Zum 1. Juni treten zwei neue Regeln des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes in Kraft. Zum einen wird die sogenannte Westbalkan-Regelung entfristet und das Kontingent von 25.000 auf 50.000 pro Jahr erhöht. Durch die Regelung haben Staatsangehörige aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Nordmazedonien, Montenegro und Serbien leichteren Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt.
Daneben wird die Chancenkarte zur Arbeitssuche eingeführt. Sie basiert auf einem Punktesystem. Zu den Auswahlkriterien können Qualifikation, Sprachkenntnisse, Berufserfahrung, Deutschlandbezug und Alter gehören. Wer aus einem Drittstaat kommt, soll so einen Aufenthaltstitel für bis zu einem Jahr zur Arbeitssuche, für Probearbeitszeiten und für eine Nebenbeschäftigung neben der Arbeitssuche erhalten.
6. Neues Gesetz sorgt ab 26. Juni für schnellere Einbürgerung
Um qualifizierten Arbeitskräften zu ermöglichen, dauerhaft in Deutschland zu bleiben, soll die Einbürgerung durch ein neues Gesetz beschleunigt werden. Das Gesetz zielt aber auch auf die Menschen, die bereits seit vielen Jahren in Deutschland leben und nicht die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen. Eine doppelte Staatsbürgerschaft soll laut Gesetzesentwurf möglich sein, eine Einbürgerung bereits nach fünf Jahren und bei besonders guter Integration, zum Beispiel durch hohes gesellschaftliches Engagement, bereits nach drei Jahren ermöglicht werden. Gleichzeitig stellt das Gesetz hohe Anforderungen, zum Beispiel sehr gute Deutschkenntnisse und eine wirtschaftliche Unabhängigkeit vom Staat, heißt es beim Bundesministerium des Innern und für Heimat. Das sogenannte Gesetz zur Modernisierung des Staatsangehörigkeitsrechts tritt in wesentlichen Teilen am 26. Juni 2024 in Kraft.
7. Kabelfernsehen: Vermieter dürfen TV-Gebühren nicht mehr umlegen
Millionen Mieter müssen spätestens am 30. Juni geklärt haben, wie sie in ihrer Wohnung künftig weiter fernsehen. Ab Juli dürfen Vermieter die TV-Gebühren nicht mehr auf die Nebenkosten umlegen. Jahrelang betraf diese Praxis etwa zwölf Millionen Mieter.
8. Änderung im Juni 2024: Bahncard 25 und 50 nur noch digital
Die Bahncard 25 und 50 gibt es ab dem 9. Juni nur noch in digitaler Form. Um das Abo digital zu nutzen, brauchen Kundinnen und Kunden ein Profil in der Bahn-App oder auf der Plattform bahn.de. Wer kein Smartphone hat, kann sich ein Ersatzdokument ausdrucken. Vorhandene Plastikkarten können bis zu dem aufgedruckten Gültigkeitsende genutzt werden.
9. Neue Bezahlmethode
Kundinnen und Kunden einiger Banken in Europa können ab Ende Juni untereinander Handy-zu-Handy-Zahlungen durchführen. Das ermöglicht das europaweite Bezahlsystem "wero" der Bankeninitiative EPI. In Deutschland nehmen Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie die Deutsche Bank daran teil. Ende Juni soll die erste Ausbaustufe starten. Ziel der Initiative ist, ein einheitliches europaweites System zum Bezahlen per Karte und Smartphone aufzubauen, um der Kundschaft ein Konkurrenzangebot zu mächtigen US-Konzernen wie Paypal zu machen.
10. Großbritannien: Neue Charles-Scheine
Großbritannien-Reisende könnten mit neuem Geld in Berührung kommen: Ab dem 5. Juni kommen Scheine mit dem Abbild von König Charles III. in Umlauf.
11. Änderungen ab Juni 2024 für Touristen in Venedig
Wieder eine Änderung für Venedig-Touristen: Die Lagunenstadt verbietet vom 1. Juni an von Reiseführern begleitete Touristengruppen mit mehr als 25 Menschen. Auch sind nun Lautsprecher bei solchen Führungen verboten. Die Maßnahmen sollen helfen, den Massentourismus und seine negativen Auswirkungen einzuschränken, wie auch die jüngste Einführung von Tagestickets.
12. Reservierungspflicht bei Auslands-Zügen
Vom 1. Juni bis zum 1. September brauchen Bahnreisende in fast allen Zügen im grenzüberschreitenden Fernverkehr eine Sitzplatzreservierung. Diese ist beim Fahrkartenkauf dann automatisch kostenfrei dabei – unabhängig davon, ob es sich um ein Flexpreis- oder Sparpreisticket handelt. Nur wer einzeln eine Reservierung bucht, muss dafür zahlen. Grund für die Regelung ist die hohe Nachfrage, die die Bahn unter anderem wegen der Fußball-Europameisterschaft im Sommer erwartet.
13. Google Podcasts wird eingestellt
Nach dem 23. Juni können keine Podcasts mehr mit Google Podcasts gehört werden – das Unternehmen stellt die App ein. Google lässt Podcasts dann über die Youtube-Music-App laufen. Betroffene Nutzerinnen und Nutzer können ihre Podcast-Abos zu Youtube Music übertragen oder zur Verwendung in einer anderen Podcast-App exportieren.
Änderungen im Juni 2024: 14. ICQ macht dicht
Nach bald mehr als 27 Jahren ist für den Chatdienst ICQ Schluss: Der Messenger wird ab dem 26. Juni nicht mehr funktionieren.
15. Apple-Händler Gravis macht zu
Der auf Apple-Produkte spezialisierte Händler und Serviceanbieter Gravis schließt im Juni seine 37 Filialen und den Online-Shop in Deutschland. Der Vertrieb wird zum 15. Juni weitestgehend eingestellt, Restarbeiten sollen bis zum 30. Juni erfolgen.
Mit Inhalten der dpa