Unions-Politiker wirbt für IWF-Kandidat aus Schwellenländern Anderer Blick auf Haushaltspolitik

Unions-Fraktionsvize Michael Fuchs wirbt für einen Vertreter der aufstrebenden Schwellenländer an der Spitze des Internationalen Währungsfonds (IWF). "Es kann durchaus von Vorteil sein, schon in der nächsten Personalrunde einen Kandidaten aus den Schwellenländern zum Zuge kommen zu lassen", sagte der CDU-Politiker der "Financial Times Deutschland".

Foto: dapd

Anderer Blick auf Haushaltspolitik

Hamburg (dapd). Unions-Fraktionsvize Michael Fuchs wirbt für einen Vertreter der aufstrebenden Schwellenländer an der Spitze des Internationalen Währungsfonds (IWF). "Es kann durchaus von Vorteil sein, schon in der nächsten Personalrunde einen Kandidaten aus den Schwellenländern zum Zuge kommen zu lassen", sagte der CDU-Politiker der "Financial Times Deutschland". "Denn in der Schuldenkrise in einigen Euro-Ländern könnte es einem IWF-Chef, der nicht Europäer ist, vielleicht leichter fallen, eine Rückkehr zu soliden Haushalten durchzusetzen."

Man müsse versuchen, die Schwellenländer, die immer mächtigere Marktteilnehmer würden und finanziell immer stärker im IWF engagiert seien, auch personell an der Spitze einzubinden. Der IWF-Chef müsse äußerst streng mit den Ländern umgehen, die Hilfsgelder aus dem IWF bekämen, und dafür sorgen, dass sie die Spielregeln strikt einhielten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich zuvor für einen Europäer an der IWF-Spitze stark gemacht. Der amtierende IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn sitzt derzeit wegen des Vorwurfs sexueller Nötigung in einem New Yorker Gefängnis.

dapd