Twitterview Altmaier will die Energiewende über Twitter erklären

Wie es weitergeht mit der Energiewende, beantworten Politiker jetzt auf neuen Wegen. Am Dienstagabend standen Umweltminister Peter Altmaier (CDU) und Regierungssprecher Steffen Seibert über Twitter den Bürgern Rede und Antwort. Mit dem Gespräch über den Kurznachrichtendienst, neudeutsch "Twitterview", wollen die beiden über die Energiewende aufklären.

Rund 90 Antworten zur Energiewende schafften die beiden im "Twitterview". Allerdings blieben viele Fragen unbeantwortet, was auch einige Bürger kritisierten.

Die nächsten Schritte zur Umsetzung der Energiewende war das Thema der Diskussion. "Wie viel wird die Energiewende den Steuerzahler kosten," fragte eine Nutzerin. Die Antwort des Regierungssprechers – "Kann man so nicht beziffern. Es geht aber auch darum, wieviel die Energiewende uns nutzen wird" – fiel wie an vielen anderen Stellen auch, schwammig aus.

Seibert verteidigte die vorgenommenen Solarkürzungen. So fragte ein Nutzer, worin die fachliche Begründung für den Wert von 52 GWp für das Ende der Solarförderung liegt. "Diesen Wert hat Bundesregierung an EU-Kommission als unseren Beitrag zum Ausbau der Erneuerbaren gemeldet", äußerte sich Seibert knapp.

Strompreise schwer zu erklären

Viele Fragenden interessierten sich auch für die Entwicklung der Strompreise. So stellte eine Nutzerin die Frage: 800.000 Deutsche können Strom nicht bezahlen. Wann kommt Hilfe für diese Menschen? Altmaier antwortete, dass die Strompreise für Private seit 2011 um drei Prozent gestiegen seien. Das sei nicht so viel wie allgemein gedacht. Dennoch sah er auch Handlungsbedarf der Politik. Der Umweltminister tat sich schwer, die Strompreise zu erklären.

Altmaier beschritt mit dem "Twitterview" weiter seine Kommunikationsstrategie als Minister. Auch seine erste Amtshandlung war ein Statement über den Kurznachrichtendienst. Damals twitterte er, dass sein Ministerium nun einen Account bekommen solle. Er schaffte beim einstündigen "Twitterview" fast doppelt so viele Antworten wie der Regierungssprecher. Von der Reichweite bleibt er allerdings hinter dem Regierungssprecher zurück. Während Seibert 66.000 Follower hat, kommt Altmaier bisher auf 19.000.

Es soll eine Fortsetzung des Gespräches auf dem Kurznachrichtendienst geben. Hier können Sie das komplette "Twitterview" lesen. leer