Erste Amtshandlung des neuen Umweltministers Peter Altmaier: eine Meldung auf Twitter. Direkt danach: Ein erstes Vier-Augen-Gespräch mit Wirtschaftsminister Rösler. Der Nachfolger von Norbert Röttgen will offenbar gleich zeigen, dass er es ernst meint mit der Energiewende.

"Morgen erhält das BMU einen eigenen Twitter Account", twitterte Peter Altmaier (CDU), als er am Dienstag (22.05.2012) seine Ernennungsurkunde als Bundesumweltminister bekam. Gleich danach zog er sich nach Informationen der "Bild" mit Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) eine halbe Stunde zum Gespräch zurück.
Rösler zeigte anschließend Vertrauen in den neuen Umweltminister: "Energie muss auch künftig bezahlbar, sicher und umweltverträglich sein. Alle Beteiligten müssen hier eng und mit Hochdruck zusammen arbeiten. Gemeinsam mit Peter Altmaier wird das gelingen."
Energiewende-Schwur mit Rösler
Altmaier setzt anscheinend auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsministerium: „Ich werde auf die Umweltverbände und die Wirtschaft zugehen und gemeinsam mit Philipp Rösler dafür sorgen, dass Gräben zugeschüttet und Hindernisse beseitigt werden." Der Energiewende-Schwur der beiden Minister signalisiert einen Neuanfang: Zuletzt war die Stimmung zwischen den beiden Ministerien eher gedämpft.
Die Energiewende sei eine "Herkulesaufgabe, aber sie ist leistbar", sieht Altmaier seine neue Aufgabe laut dapd zuversichtlich. Dazu müsse er zunächst die Gesprächsblockaden auflösen und Misstrauen überwinden. Heute hat er die erste Chance dazu: Mit den Ministern der Bundesländern spricht er gleich am Vormittag – auf Einladung der Kanzlerin. cg