Forderung aus der SPD zurückgewiesen Althusmann hält an KMK-Präsidentschaft fest

Der niedersächsische Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) will trotz der Plagiatsvorwürfe wegen seiner Doktorarbeit Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK) bleiben. "Es bleibt dabei, dass der Minister das Amt nicht ruhen lässt", wies ein Sprecher des Kultusministeriums in Hannover am Montag eine SPD-Forderung zurück.

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Althusmann hält an KMK-Präsidentschaft fest

Hannover (dapd-nrd). Der niedersächsische Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) will trotz der Plagiatsvorwürfe wegen seiner Doktorarbeit Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK) bleiben. "Es bleibt dabei, dass der Minister das Amt nicht ruhen lässt", wies ein Sprecher des Kultusministeriums in Hannover am Montag eine SPD-Forderung zurück. Jetzt sei zunächst die Universität Potsdam gefragt, die die Dissertation von Althusmann derzeit prüfe. Den Vorsitz der Kultusministerkonferenz könne man zudem gar nicht ruhen lassen.

Die Vorsitzende des Bundestagsbildungsausschusses, Ulla Burchardt (SPD), hatte Althusmann zuvor aufgefordert, sein Amt als Präsident der KMK ruhen zu lassen, "um die Institution KMK nicht zu beschädigen". Allein schon der Verdacht, dass der oberste politische Repräsentant der Bildungs- und Wissenschaftspolitik der Länder es bei seiner Arbeit mit der wissenschaftlichen Präzision nicht so genau genommen habe, "schadet dem Ansehen des Bildungsstandorts Deutschland", betonte sie.

Die Wochenzeitung "Die Zeit" hatte in der vergangenen Woche eine Analyse von Althusmanns Doktorarbeit veröffentlicht. Demnach wurden auf 88 von 114 untersuchten Seiten der 290 Seiten starken Arbeit Übernahmen von anderen Autoren nicht eindeutig als Zitate gekennzeichnet. Althusmann hatte daraufhin handwerkliche Fehler bei der Abfassung der Arbeit eingeräumt.

dapd