Der demografische Wandel lässt den Bedarf an barrierefreiem Wohnraum stark ansteigen. Dafür müssen Millionen Wohnungen umgebaut werden. Finanzielle Mittel dafür werden nun bereitgestellt. Das Baugewerbe begrüßt das und warnt gleichzeitig.

Im Rahmen seiner Haushaltsberatungen hat der Deutsche Bundestag ein neues Programm zur Förderung des generationsgerechten Umbaus "Altersgerecht Umbauen" mit Investitionszuschüssen in Höhe von zehn Millionen Euro aufgelegt. Das gibt der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) bekannt. Das bereits bestehende KfW-Darlehensprogramm wird damit um eine Zuschussvariante ergänzt und die Förderung des altersgerechten Umbaus gewinnt eine neue Qualität.
Forderung des Baugewerbes erfüllt
Laut ZDB ist damit eine wichtige Forderung des Baugewerbes umgesetzt und eine Vereinbarung des Koalitionsvertrages erfüllt worden. "Das neue Programm ist ein wichtiges politisches Signal für den richtigen Umgang mit der demografischen Entwicklung in unserem Land", so Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des ZDB.
Nach Angaben des ZDB werde sich die Zahl der Menschen ab 65 in den kommenden Jahren stark erhöhen. Aufgrund von altersbedingten Mobilitätseinschränkungen werde der Bedarf an barrierefreiem Wohnraum stark ansteigen. Allerdings seien derzeit aber nur etwa ein Prozent des Wohnungsbestandes (0,5 Millionen Wohnungen) altersgerecht.
Dringende Notwendigkeit des Programms
Aufgrund dessen sieht der ZDB deshalb die Notwendigkeit von rund drei Millionen altersgerechten Wohnungen in den kommenden Jahren. Das Förderprogramm soll älteren Menschen den Verbleib in der eigenen Wohnung auch im Pflegefall ermöglichen.
"2012 wurde das erfolgreiche Zuschuss-Programm gestrichen. Das hatte zur Folge, dass die Zahl der altersgerechten Modernisierungen stark zurückgegangen ist. Der Wiedereinstieg in die Förderung des altersgerechten Umbaus zeigt die Notwendigkeit auf, sich verstärkt mit der demografischen Entwicklung zu befassen", so Pakleppa. dhz