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Welt-Diabetestag Altersdiabetes: Ein Männerproblem auch für Jüngere

Altersdiabetes ist ein Männerproblem. Jenseits der 40 erkranken überproportional viele Männer an der zunächst unauffälligen, aber doch gefährlichen Krankheit. Wie jeder sein Risiko ermitteln kann und was Lebensstil und Ernährung damit zu tun haben.

Immer mehr Menschen sterben an Diabetes mellitus. Weltweit hat sich die Zahl der diabetesbedingten Todesfälle zwischen 1990 und 2010 verdoppelt, informiert das Deutsche Diabeteszentrum anlässlich des Welt-Diabetestags am 14. November. Das Robert-Koch-Institut geht davon aus, dass sich die Krankheitszahlen in Deutschland seit den 60-er Jahren verzehnfacht haben.

Im Jahr 2013 sind schätzungsweise 5,1 Millionen Menschen weltweit und 620.000 Menschen in Europa an einem Diabetes oder an diabetesbedingten Folgeerkrankungen gestorben. Damit ist die Lebenserwartung für Menschen mit Diabetes im Durchschnitt um etwa fünf bis sechs Jahre kürzer als bei gleichaltrigen Personen ohne Diabeteserkrankung.

Diabetes bei berufstätigen Männern

Allerdings ist die Stoffwechselkrankheit kein reines Altersproblem. Selbst Kinder leiden heute an der Erkrankung, vor allem aber auch sehr viele berufstätige Männer. In ihrem Körper steigt der Blutzuckerspiegel, weil sie wahlweise nicht mehr ausreichend auf das körpereigene Hormon Insulin reagieren (Altersdiabetes, Typ-2-Diabetes) oder nicht mehr genügend Insuliln produzieren (Typ-1-Diabetes).

Die ersten Symptome sind zunächst unauffällig:

  • Häufiges Wasserlassen
  • Starke Durstgefühle
  • Trockene oder juckende Haut
  • Müdigkeit
  • Gewichtsverlust
  • schlechte Wundheilung
  • häufige Infektionen (v.a. der Harnwege, Pilzerkrankungen oder Paradontitis)
  • Azetongeruch im Atem (bei Typ-1-Diabetes)
Die weiteren Folgen wiegen schwer: Der erhöhte Blutzuckerspiegel schädigt häufig
  • Blutgefäße
  • Nerven
  • Organe
  • führt zu Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Netzhautschäden
  • Nervenstörungen
  • Amputationen
Ab dem 40. Lebensjahr erkranken Männer zunehmend häufiger an Diabetes als Frauen. Das zeigt eine aktuelle Analyse von Abrechnungsdaten der hkk Krankenkasse. Ab dem 65. Lebensjahr ist der Unterschied besonders groß. Während in dieser Altersklasse 13,3 Prozent der Männer betroffen sind, sind es bei den Frauen lediglich 9,1 Prozent. Insgesamt steigt das Risiko mit dem Alter, an Typ-2-Diabetes zu erkranken.

Wolfgang Ritter, Präventionsexperte bei der hkk, appelliert daher besonders an Männer, ihren Blutzuckerspiegel bereits ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre vom Arzt überprüfen zu lassen.

Ernährung und Lebensstil beeinflussen Diabetes

Altersdiabetes ist eine Zivilisationskrankheit. Ernährung und Lebensstil sind der Grund für die stark steigende Zahl der Krankheitsfälle weltweit. Übergewicht und Bewegungsmangel verschlechtern den Zustand, deswegen ist ausgewogene Ernährung und regelmäßíge Bewegung wichtig, gerade auch im beruflichen Alltag. Wie das ein Handwerksbetrieb umsetzen kann, lesen Sie hier:

Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke startet derzeit eine Studie, für die noch Probanden gesucht werden. Unter http://diriko.dife.de/ führen die Wissenschaftlicher Tests per Umfrage durch. Teilnehmer erfahren so ihr persönliches Risiko, innerhalb der nächsten fünf Jahre an Altersdiabetes zu erkranken.

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