Sparbrief statt Sparbuch – Wer heute sein Erspartes gewinnbringend anlegen will, für den lohnen sich niedrigverzinste Anlageoptionen wie das klassische Sparbuch nicht mehr. Neue Wege aus der Niedrigzins-Falle sind gefragt – aber das hat seinen Preis.

Sein Vermögen krisensicher und vor allem mit Rendite anzulegen, ist angesichts der anhaltenden Euro-Krise und dem Zinstief schwieriger denn je. Denn die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins in den vergangenen Jahren auf 0,75 Prozent gesenkt. Aktuell denkt sie sogar darüber nach, den Satz auf 0,5 Prozent zu drücken. Die Folge: Sparer bekommen für ihr Geld immer weniger.
Wer sein Erspartes bei der Bank parkt, erhält zwar Zinsen, das Geld aber verliert hier tatsächlich an Wert. Weil die Realzinsen negativ ausgefallen sind und die In flationsrate im Juli 2012 1,7 Prozent betrug, büßt zum Beispiel das Geld auf dem klassischen Sparbuch seine Wertigkeit um 1,2 Prozent ein.
Sicherheit tilgt Gewinn
Für viele Anleger in Deutschland ist die Sicherheit ihrer Anlage das schlagkräftigste Argument. So eine sichere Anlage wäre der festverzinste Bundeschatzbrief. Nach einem Jahr Laufzeit können die Eigner für je 30 Zinstage Bundeschatzbriefe mit einem Wert von 5.000 Euro zurückgeben. Ein solides Geschäft, bei aber nur verschwindend geringen 0,0001 Prozent Zinsen in den ersten vier Jahren.
Mit dem Sparbrief ins Risiko
Eine Alternative ist die Investition in Sparbriefe. Mit Aussicht auf zufriedenstellende Gewinnquoten ist diese Option für Anleger allerdings risikobehafteter als der sichere Hafen, den der Bundesschatzbrief bietet.
Ein Beispiel: Die Santander Direkt Bank offeriert 3,5 Prozent auf sechs Jahre. Klingt gut. Ein Haken bei der Sache ist dennoch die Grundinvestition von 2.500 Euro, die jeder Anleger mindestens aufbringen müsste. fl