Crossmedia-Marketing Alle Kanäle nutzen

Ob Werbeflyer, Firmenhomepage oder Zeitungsanzeige – miteinander verknüpft können Marketinginstrumente einen Mehrwert für Kunden und Unternehmen bieten. Mit so genanntem Crossmedia-Marketing erreichen die Werbebotschaften eine größere Zielgruppe und jeder Leser oder Nutzer kann sich seinen individuellen Informationsweg heraussuchen.

Alle Kanäle nutzen

Der Begriff Crossmedia meint grundsätzlich das Kommunizieren über verschiedene Wege, Medien und Kanäle, die gegenseitig aufeinander verweisen – also beispielsweise die Zeitungsanzeige, die einen Hinweis auf die Internetseite enthält, oder der Firmenprospekt, der auch die Aktivitäten des Betriebs bei Facebook, Xing und Co beschreibt. Überall kann der Verweis von den Online-Medien – also alle digitalen Medien, die mit dem Internet in Verbindung stehen – zu den Offline-Medien wie Zeitungen, Flyer oder auch die Fahrzeugbeschriftung nützlich sein.

Schwer fassbare Zielgruppe

"Konsumenten entwickeln sich zunehmend zu Medienkanalwechslern. Sie springen zwischen Offline- und Online-Medien hin und her und sind deshalb für Unternehmen immer schwerer fassbar", erläutern die Experten des Bundesverbands der Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) in einem Fachbeitrag zum Thema Crossmedia. Sie raten Unternehmen deshalb, auf diese Situation zu reagieren und alle Werbeträger, die bislang im Einsatz sind oder zukünftig zum Einsatz kommen sollen, miteinander zu verknüpfen. Dabei kommt es darauf an, die Medien sowohl inhaltlich als auch gestalterisch zueinander in Verbindung zu setzen. Es soll quasi ein Dialog zwischen den einzelnen Werbeträgern entstehen, der zu einem einheitlichen Markenauftritt beiträgt. Aus diesem Grund müssen natürlich bei allen Werbeformen dieselben Farben (Unternehmensfarben), Schriften und das wiederkehrende Logo des Betriebs gezeigt werden.

Eine inhaltliche Verknüpfung zu schaffen, bedeutet hierbei beispielsweise, dem Kunden über eine Zeitungsanzeige neue Produkte anzukündigen, die er sich im Internet anschauen kann. Anzeige und Website zeigen also inhaltlich dasselbe. Optisch ist in der Zeitung aber nur Text zu sehen, im Internet können der Marketingstrategie für dieses Angebot dagegen noch mehrere Fotos, eine ausführlichere Beschreibung oder auch ein direkter Kontakthinweis per E-Mail hinzugefügt werden.

Individuelles Werben

Aber nicht nur die Verknüpfung alleine bietet einen Mehrwert, sondern vor allem die Auswahl verschiedener Verbreitungswege, die damit zur Verfügung stehen. Da heute auch das Mediennutzungsverhalten sehr individuell ist, vergrößern sich mit einer Crossmedia-Strategie die Möglichkeiten, insgesamt mehr Kunden anzusprechen. Die Einzelnen wissen dann, auf welchen Wegen sie Informationen bekommen können beziehungsweise, dass sie auch auf dem von ihnen am meist genutzten Weg Informationen erhalten. Zeitungsleser wissen, dass Sie auch im Internet etwas über die Leistungen des Betriebs erfahren und Onlinenutzer sehen, wo sie eventuell eine ausführliche Broschüre zum Thema bestellen können.

Laut Bitkom zeigen sich bei einer crossmedialen Werbestrategie folgende Multiplikationseffekte:

  • Der Werbekontakt des einen Mediums wird in einem anderen Medium fortgeführt und vertieft.
  • Die einzelnen Stärken der verschiedenen Medien werden effektiv genutzt und durch die Wechselwirkung erhöht.
  • Durch die Vernetzung der Medien wird eine höhere Aufmerksamkeit erreicht.

jtw