Kritik von Hermes Equity aus London - Treffen der Findungskommission am Sonntag Aktionäre machen Druck wegen Ackermann-Nachfolge

Große Aktionäre erhöhen den Druck auf die Deutsche Bank, die Nachfolge des Vorstandsvorsitzenden Josef Ackermann schnell zu klären. "Das bisherige Vorgehen schadet nicht nur möglichen Kandidaten, sondern insbesondere auch dem Unternehmen Deutsche Bank", sagte Hans-Christoph Hirt von "Hermes Equity Ownership" in London der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

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Aktionäre machen Druck wegen Ackermann-Nachfolge

Berlin (dapd). Große Aktionäre erhöhen den Druck auf die Deutsche Bank, die Nachfolge des Vorstandsvorsitzenden Josef Ackermann schnell zu klären. "Das bisherige Vorgehen schadet nicht nur möglichen Kandidaten, sondern insbesondere auch dem Unternehmen Deutsche Bank", sagte Hans-Christoph Hirt von "Hermes Equity Ownership" in London der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Hermes versammelt der Meldung zufolge mehr als 20 große Pensionsfonds hinter sich mit einem Vermögen von 90 Milliarden Euro. Hirt sagte, er habe große Zweifel, "ob der Aufsichtsrat seinen Job bisher gut gemacht hat".

Am (morgigen) Sonntag trifft sich die Findungskommission der Bank, zu der neben den Aufsichtsräten Clemens Börsig, Werner Wenning und Tilman Todenhöfer auch Bankchef Ackermann gehört. Aufsichtsratschef Börsig wird in die Sitzung mit dem Vorschlag gehen, den Deutschen Jürgen Fitschen und den indischen Investmentbanker Anshu Jain als Doppelspitze zu installieren.

Dieser Vorschlag genießt auch die Unterstützung fast aller Vorstandsmitglieder. Die "FAS" schrieb jedoch, der Kapitalmarkt beurteile Doppelspitzen in der Regel skeptisch.

Im Mittelstand stößt die Idee der Doppelspitze mit Jain und Fitschen auf Unterstützung. Diese repräsentiere die Bedeutung des Investmentbankings für die Deutsche Bank und betone deren Wurzeln, sagte der Vorsitzende der Stiftung Familienunternehmen, Brun-Hagen Hennerkes, der "Welt" (Samstagausgabe).

dapd