Mitarbeiter des Flugzeugbauers Airbus haben am Mittwoch für sichere Arbeitsplätze demonstriert. Auf Kundgebungen in Hamburg, Bremen und Stade forderten sie Beschäftigungsgarantien bis zum Jahr 2020 und eine Begrenzung der Leiharbeit.
Airbus-Belegschaft fordert auf Aktionstag Beschäftigungsgarantien
Hamburg (dapd). Mitarbeiter des Flugzeugbauers Airbus haben am Mittwoch für sichere Arbeitsplätze demonstriert. Auf Kundgebungen in Hamburg, Bremen und Stade forderten sie Beschäftigungsgarantien bis zum Jahr 2020 und eine Begrenzung der Leiharbeit. Hintergrund ist die Forderung der IG Metall Küste und des Gesamtbetriebsrat der Airbus Operations GmbH nach einem Zukunftstarifvertrag für die vier deutschen Standorte Hamburg, Bremen, Stade und Buxtehude. Insgesamt beteiligten sich etwa 10.000 Werksangehörige an dem Aktionstag, wie ein Sprecher der IG Metall Küste sagte. Man habe "Airbus symbolisch die gelbe Karte gezeigt".
Nach anderthalb Jahren mit Diskussionen und Verhandlungen hätten die Beschäftigten nun genug und verlangten klare Zusagen zur Zukunft der Standorte, sagte der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Meinhard Geiken, vor etwa 8.000 Beschäftigten in Hamburg-Finkenwerder.
In Bremen kritisierte der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates, Johann Dahnken, dass das Unternehmen den Beschäftigten nur für ein Jahr Sicherheit biete. Dabei seien die Auftragsbücher voll und die Produktion werde hochgefahren.
"Wir hoffen, dass die Arbeitgeber nach dieser Aktion wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren", sagte Eckard Scholz von der IG Metall Hamburg vor dem Stader Airbus-Werk. Die Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag wurden den Angaben zufolge Ende Mai vertagt.
dapd
