Umsatzprognose für das Gesamtjahr angehoben - Lage in Japan schmälert Gewinnwachstum adidas legt erfolgreichen Start ins Jahr 2011 hin

Der Sportartikelhersteller adidas ist mit einem kräftigen Wachstumsplus ins neue Jahr gestartet und hat seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr leicht angehoben. Aufgrund der Ereignisse in Japan hält Europas führender Sportausrüster dennoch an seiner bisherigen Gewinnprognose fest, wie der Vorstandsvorsitzende Herbert Hainer am Donnerstag in Herzogenaurach erklärte.

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adidas legt erfolgreichen Start ins Jahr 2011 hin

Herzogenaurach (dapd). Der Sportartikelhersteller adidas ist mit einem kräftigen Wachstumsplus ins neue Jahr gestartet und hat seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr leicht angehoben. Aufgrund der Ereignisse in Japan hält Europas führender Sportausrüster dennoch an seiner bisherigen Gewinnprognose fest, wie der Vorstandsvorsitzende Herbert Hainer am Donnerstag in Herzogenaurach bei der Vorlage der Zahlen für das erste Quartal erklärte.

"Im Moment rechnen wir im schlimmsten Fall mit einem Umsatzrückgang in Japan von April bis Dezember um 15 bis 25 Prozent", sagte Hainer. Zwar habe dort das Geschäft im ersten Quartal noch wachsen können - Zahlen nannte der adidas-Chef nicht. Aufgrund der Naturkatastrophe im März hätten aber viele Läden vor allem von Handelspartnern schließen müssen oder seien zerstört worden. Das werde möglicherweise Auswirkungen auf den Konzerngewinn im deutlichen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich haben.

"Japan ist ein sehr wichtiger Markt für die Gruppe", betonte Hainer. "Wir sind daher sehr traurig über die Ereignisse vom März." Der Konzern sei in Japan Marktführer bei Sportartikeln mit mehr als 1.500 Mitarbeitern. Bisher habe das Japan-Geschäft im hohen einstelligen Prozentbereich zum Gruppenumsatz beigetragen und sei auch sehr profitabel gewesen.

Anlass zur Zurückhaltung bei der Gewinnprognose gäben neben Japan auch die angekündigten und zum Teil schon realisierten Preiserhöhungen für adidas-Ware infolge der Rohstoffverteuerung. Hier müsse abgewartet werden, wie die Verbraucher und auch der Wettbewerb reagierten, sagte Hainer.

Im ersten Quartal legte der adidas-Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro zu. Dabei wurden den Angaben zufolge in wichtigen Märkten wie Nordamerika, China und Russland starke zweistellige Umsatzzuwächse verzeichnet. Das Betriebsergebnis stieg um 21 Prozent auf 313 Millionen Euro, der auf die Anteilseigner entfallende Konzerngewinn legte um 25 Prozent auf 209 Millionen Euro zu.

Hainer äußerte sich sehr zufrieden mit diesem Start. Das Unternehmen sei in allen Regionen und mit allen Produkten gewachsen. "Unser Geschäft war noch nie so ausgeglichen wie jetzt", erklärte er.

Entsprechend erhöhte adidas die Umsatzprognose für das Gesamtjahr: Das Management geht nun davon aus, dass der Umsatz währungsbereinigt im hohen einstelligen Bereich steigen wird. Bisher war von einem Anstieg im mittleren bis hohen einstelligen Bereich die Rede. Beim Gewinn erwartet der DAX-Konzern aber unverändert ein Wachstum um 10 bis 15 Prozent auf 625 bis 650 Millionen Euro.

dapd