Der ADAC kritisiert das Kartenangebot von Navi-Anbietern. "Beim Kauf eines Navigationsgeräts ist das Kartenmaterial in vielen Fällen bereits veraltet", sagt ADAC-Sprecher Christian Buric in München.
ADAC kritisiert Kartenangebot von Navi-Anbietern
Dies habe der Autoclub bei einer Marktrecherche zu Karten-Updates festgestellt. Zudem könne der Käufer im Geschäft nicht erkennen, wie aktuell das Kartenmaterial tatsächlich sei. Durch Änderungen von Straßenverläufen könne es bei alten Karten zu falschen Navigationsanweisungen kommen.
"Kartenaktualisierungen sind zudem oft teuer und umständlich", sagt Buric, und verweist darauf, dass bei der Installation technische Probleme nicht auszuschließen seien. Im schlimmsten Fall funktioniere das Gerät überhaupt nicht mehr. Da Navigationsgeräte immer günstiger zu bekommen seien, sollte man im Zweifel über einen Neukauf nachdenken.
"Bei vielen Anbietern ist die Installation der neuen Kartensoftware, manchmal sogar auch der Kauf des Updates ohne heimischen Computer nicht möglich", bemängelt Buric. PC-Kenntnisse, viel Zeit und Geduld seien erforderlich. Die Untersuchung zeigt nach Ansicht des ADAC, dass das Alter der digitalen Karten als Verbraucherinformation unbedingt auf die Verpackung des Geräts gehört.
Außerdem fordert der Autoclub, dass die Download- und Installationszeiten nicht zu lange dauern dürften. Downloadzeiten von bis zu sieben Stunden seien unzumutbar. Die Installation müsse außerdem ohne PC über das Endgerät problemlos möglich sein. Bei älteren Navigationsgeräten sollte das erste Update generell kostenfrei sein. Auch eine Aktualisierung für einzelne Länder sollte angeboten werden. Das reduziere Kosten und Installationszeiten.
Ob ein Karten-Update sinnvoll ist, sollte sich jeder Autofahrer genau überlegen und Kosten und Aufwand abwägen. Buric sagt: "Wer nur gelegentlich ein Navi nutzt und ein preisgünstiges Gerät hat, sollte im Einzelfall in Erwägung ziehen, ob er nach drei Jahren nicht gleich ein ganz neues Gerät erwirbt, um auf dem neuesten Stand zu sein."
dapd