ADAC-Präsident Peter Meyer hat eine Erhöhung der Pendlerpauschale gefordert. Die außergewöhnlich hohe Steuerbelastung in Deutschland, der Anstieg der Rohölpreise und die Preispolitik der Ölkonzerne hätten den Benzinpreis über 1,60 Euro pro Liter getrieben.
ADAC fordert höhere Pendlerpauschale
München/Mannheim (dapd). ADAC-Präsident Peter Meyer hat eine Erhöhung der Pendlerpauschale gefordert. Die außergewöhnlich hohe Steuerbelastung in Deutschland, der Anstieg der Rohölpreise und die Preispolitik der Ölkonzerne hätten den Benzinpreis über 1,60 Euro pro Liter getrieben. "Jetzt muss der Staat reagieren und die den Bürgern entstandenen Arbeitswegkosten steuerlich fair berücksichtigen", sagte Meyer am Donnerstag auf der ADAC-Hauptversammlung in Mannheim.
"Wir fordern einen Satz von 36 Cent für die ersten zehn Entfernungskilometer und 40 Cent ab dem elften Kilometer", fügte Meyer hinzu. Die Autokosten seien heute 4,2 Prozent höher als vor einem Jahr. Jeder Kilometer mit einem VW Golf koste 43 Cent, aber der Fiskus rechne nur 15 Cent an, weil sich der aktuelle Satz von 30 Cent auf die einfache Entfernung zur Arbeitsstätte bezieht.
Scharf wies Meyer die Forderung des CSU-Chefs und bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer nach einer Pkw-Vignette zurück. "Ich halte derartige Überlegungen für absolut überflüssig, nachdem der Staat über Steuern und Abgaben jährlich bereits 53 Milliarden Euro vom Autofahrer einnimmt", sagte der ADAC-Präsident.
ADAC-Finanzchef Arnulf Lode sagte, die Mitgliederzahl des Autoclubs sei um drei Prozent auf 17,3 Millionen gewachsen. Die Beitragseinnahmen seien im vergangenen Jahr um 9 Millionen auf 644 Millionen Euro gestiegen. Die Ausgaben wuchsen stärker um 24 Millionen auf 608 Millionen, vor allem aufgrund vermehrter Pannenhilfen.
dapd
