Die Abwrackprämie soll wegen der deutlich über den Erwartungen liegenden Nachfrage übereinstimmenden Medienberichten zufolge deutlich gesenkt werden. Erwogen werde eine Kürzung der Prämie für Neu- und Jahreswagen von derzeit 2.500 Euro auf einen Betrag zwischen 1.000 und 2.000 Euro.
Abwrackprämie soll gekürzt werden
Die volle Verschrottungsprämie von 2.500 Euro soll den Berichten zufolge nur noch bis Ende Mai ausgezahlt werden. Darauf hätten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) geeinigt. Ab Juni solle der offiziell als Umweltprämie bezeichnete Bonus für Neuwagenkäufer, die ein mindestens neun Jahre altes Auto verschrotten, gekürzt werden.
Zwar soll er noch bis zum Jahresende gewährt werden. Allerdings ist die Höhe offenbar noch unklar. Einige Medien berichteten von einer Halbierung auf 1.250 Euro, andere von einer Kürzung auf 2.000, 1.500 oder sogar nur noch 1.000 Euro.
Alle Autokäufer, die schon jetzt einen rechtsverbindlichen Kaufvertrag für einen Neuwagen hätten, genössen aber Vertrauensschutz und könnten die Prämie von 2.500 Euro einplanen, hieß es.
In der Bundesregierung werde damit gerechnet, dass die Verlängerung der Abwrackprämie mindestens drei Milliarden Euro kosten könnte, die der Staat durch weitere Schulden aufbringen muss. Am Jahresanfang hatte die Große Koalition in ihrem zweiten Konjunkturpaket einen Betrag von 1,5 Milliarden Euro für Abwrackprämien zur Verfügung gestellt, der für 600.000 Prämien reichte.
Am Donnerstagabend war die Zahl der Anträge mit 1,2 Millionen bereits doppelt so hoch. Die Abwrackprämie kurbelte die deutsche Autobranche im März noch einmal deutlich an. Nach einem Anstieg im Februar hätten die Händler im März mit über 400.000 Neuwagen 40 Prozent mehr verkauft als im Vorjahresmonat, teilten das Kraftfahrt-Bundesamt, der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) und der Verband der Automobilindustrie (VDA) mit.
ddp