Studie Abwrackprämie mit positiven Auswirkungen auf Umwelt

Die Abwrackprämie für Pkw hat laut einer Studie durchaus positive Wirkung auf die Umwelt. Demnach lägen der Spritverbrauch und der Kohlenstoffdioxidausstoß (CO2) der neuen Pkw bis zu einem Fünftel unter den Werten der abgewrackten Fahrzeuge.

Foto: ddp

Abwrackprämie mit positiven Auswirkungen auf Umwelt

Das Umweltbundesamt berichtet weiter unter Berufung auf eine Studie des Instituts für Energie- und Umweltforschung (IFEU), dass die abgewrackten Pkw im Schnitt 14,4 Jahre alt waren. Zugleich seien rund 85 Prozent der geförderten Neuwagenkäufe auf Fahrzeuge wie der Smart sowie Klein- und Kompaktwagen wie die Golf-Klasse entfallen. Diese stießen bis zu 99 Prozent weniger Rußpartikel und 87 Prozent weniger Stickoxide als die abgewrackten Fahrzeuge aus.

Laut Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) stoßen dank der Prämie alle deutschen Pkw praktisch auf einen Schlag ein Zehntel weniger Benzol und fünf Prozent weniger Stickoxide aus. Wer dachte, die Prämie reize zum Kauf teurer Straßenkreuzer, habe das Portemonnaie der Menschen überschätzt und deren Umweltbewusstsein unterschätzt, sagte er.

CO2-Rückgang noch nicht bejubeln

Nach Ansicht des Verkerhsclub Deutschland (VCD) ist es jedoch zu früh, den CO2-Rückgang zu bejubeln, denn die Nachfrage nach kleinen Autos sei nun erschöpft. Die Neuzulassungen seien größtenteils auf Privatkäufe entfallen. In der Regel seien aber 60 Prozent der Neuwagen Dienst-Pkw, die zudem oftmals größer seien. Darüber hinaus hat die Abwrackprämie laut VCD auch als Konjunkturprogramm wenig genutzt. Da ausländische Hersteller schon seit langem zumeist sparsame Pkw anböten, hätten sie zu Recht am meisten profitiert.

Mit Verweis auf die Zulassungszahlen des Kraftfahrtbundesamtes sagte der Präsident des Branchenverbandes VDA, Matthias Wissmann der "Süddeutschen Zeitung", dass die deutschen Hersteller in neun von zehn Fahrzeuggruppen mit den CO2-Werten besser als alle ausländischen Hersteller und in sechs Gruppen sogar "CO2-Champion" seien. Dies widerlege "das verbreitete Vorurteil, die deutschen Automobilhersteller seien in Sachen Umwelt schlechter als andere", sagte er.

Einem Bericht der "Automobilwoche" zufolge hat der Bund den Großteil der Abwrackprämie offenbar wieder über Steuerzahlungen eingenommen. Unter Berufung auf Berechnungen des Zentralverbands Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) heißt es, dass die Finanzämter durch die Mehrwertsteuer vier Milliarden der insgesamt ausgeschütteten fünf Milliarden Euro wieder eingenommen hätten.

ddp