Bundesfinanzministerium Abwärtstrend bei Steuereinnahmen gestoppt

Die Steuereinnahmen in Deutschland sind nach den Rückgängen in den vergangenen 14 Monaten im April wieder gestiegen. Insgesamt erhöhten sich die Steuereinnahmen im April im Vorjahresvergleich um 4,4 Prozent auf 37,199 Milliarden Euro.

Abwärtstrend bei Steuereinnahmen gestoppt

Die Steuereinnahmen des Bundes sind demnach im April um 8,5 Prozent auf 17,431 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Dazu hätten aber "nicht zuletzt die erheblich geringeren EU-Abführungen" beigetragen, heißt es im aktuellen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums.

Die Steuereinnahmen der Bundesländer erhöhten sich im April um 4,6 Prozent auf 16,455 Milliarden Euro. Deutliche Zuwächse gab es im April bei der Lohnsteuer, der Körperschaftssteuer und der veranlagten Einkommenssteuer. Auch die Umsatzsteuer legte leicht zu. Der Anstieg der Lohnsteuer im April um 10,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresergebnis ist laut Bundesfinanzministerium vor allem auf deutlich geringere Kindergeldzahlungen zurückzuführen. Aber auch das Bruttoaufkommen der Lohnsteuer entwickelte sich im April besser als in den Vormonaten und lag mit minus 0,8 Prozent nur knapp unter dem Vorjahresniveau.

Das Kassenaufkommen aus der veranlagten Einkommenssteuer nahm im Berichtszeitraum um 11,3 Prozent zu. Die Einnahmen aus der Körperschaftssteuer verbesserten sich im April von minus 1,2 Milliarden Euro auf nunmehr plus 0,3 Milliarden Euro. Sowohl die Voraus- als auch die Nachzahlungen nahmen im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, die Erstattungen gingen deutlich zurück. Das kumulierte Ergebnis von Januar bis April habe bei der Körperschaftssteuer allerdings immer noch um 29,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen, hieß es. Die Steuern vom Umsatz übertrafen im April mit plus 0,5 Prozent knapp das Ergebnis des Vorjahresmonats und erreichten 13,748 Milliarden Euro.

ddp