Der Absatz von Wärmepumpen steigt nach einem schwachen Vorjahr deutlich – doch die Branche warnt vor politischen Kurswechseln.

Nach einem schlechten Vorjahr nimmt der Absatz von Wärmepumpen im ersten Quartal 2025 wieder an Fahrt auf. "Wir sehen Licht am Ende des Tunnels", sagte Martin Sabel, Geschäftsführer des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP), mit Blick auf die jüngsten Zahlen. So sei der Absatz im ersten Quartal 2025 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 35 Prozent auf rund 62.000 Wärmepumpen gestiegen. Für das Gesamtjahr rechnet der Verband mit einem Plus von rund 30 Prozent auf insgesamt 260.000 Wärmepumpen.
Heizungsförderung kommt an
Als Grund für die Stabilisierung nannte Sabel vor allem den Hochlauf der Förderung. Die sogenannte Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sei erst jetzt vollumfänglich angekommen und etabliert, nachdem sie im Vorjahr "sehr, sehr schleppend gestartet" sei, erklärte er. Auch für die nächsten Monate stimmten ihn die Förderanfragen und Förderzusagen positiv. In den ersten drei Monaten 2025 seien rund 63.650 Förderzusagen für Wärmepumpen erteilt worden, wie der Verband mit Blick auf die Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums mitteilte.
Verband warnt vor Kurswechsel in der Wärmewende
Nach der jüngsten Erholung des Marktes warnt der Verband vor einem Kurswechsel und setzt vielmehr auf eine entschlossene Fortsetzung der Wärmewende. "Das Ziel der neuen Bundesregierung muss sein, die aktuelle Tendenz steigender Installationszahlen durch verlässliche Rahmenbedingungen zu unterstützen", forderte Sabel. "Wir brauchen weiterhin eine verlässliche Fortführung der Bundesförderung für effiziente Gebäude", sagte er. Dass die neue Koalition die Heizungsförderung laut Koalitionsvertrag fortführen wolle, begrüße er. Positiv sehe er auch die im Koalitionsvertrag angekündigte Senkung der Stromsteuer und der Netzentgelte um insgesamt fünf Cent pro Kilowattstunde.
Branche fordert Planungssicherheit
Mit Blick auf das Gebäudeenergiegesetz (GEG) – umgangssprachlich auch Heizungsgesetz genannt – brauche es auch künftig "klare und gute Vorgaben für neue Heizungen". Man könne die bisherigen Vorgaben überarbeiten und reformieren, sagte er. Entscheidend sei, dass keine weitere Unsicherheit entsteht. "Das heißt, wir brauchen schnell einen konstruktiven Arbeitsmodus ohne große Streitereien, damit die Branche Planungssicherheit und Berechenbarkeit bekommt", fügte er hinzu.