Bundeswirtschaftsministerium schweigt zum Zeitungsbericht Abgeschaltetes AKW soll offenbar doch eine Notfallreserve stellen

Nun soll doch eines der sieben abgeschalteten Kernkraftwerke die mit dem Ausstieg aus der Atomenergie notwendige sogenannte Nottfallreserve stellen. Laut dem "Handelsblatt" will das Bundeskabinett am Montag dafür ein Eckpunktepapier aus dem Bundeswirtschaftsministerium beschließen.

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Abgeschaltetes AKW soll offenbar doch eine Notfallreserve stellen

Berlin (dapd). Nun soll doch eines der sieben abgeschalteten Kernkraftwerke die mit dem Ausstieg aus der Atomenergie notwendige sogenannte Nottfallreserve stellen. Laut dem "Handelsblatt" will das Bundeskabinett am Montag dafür ein Eckpunktepapier aus dem Bundeswirtschaftsministerium beschließen. "Eines der Kraftwerke, die nach dem Moratorium nicht wieder ans Netz gehen, soll bis Frühjahr 2013 als Reservekraftwerk zur Verfügung stehen", heißt es demnach in dem Papier.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte nach ihrem entscheidenden Gespräch mit den Ministerpräsidenten über den Stufenplan zum Atomausstieg gesagt, die sogenannte Kaltreserve für die Winter 2011/12 und 2012/13 solle möglichst von einem konventionellen Kraftwerk erbracht werden. Zuständig für diese Frage sei aber "einzig und allein" die Bundesnetzagentur, die bis August eine Antwort geben wolle. Das Bundeswirtschaftsministerium nahm zu dem Bericht keine Stellung und verwies auf die Kabinettentscheidung.

Nach dem Zeitungsbericht heißt es in Eckpunktepapier weiter, die Kaltreserve solle nur gelten, "wenn konventionelle Reservekraftwerke nicht ausreichen, um Gefahren für Sicherheit und Stabilität der Stromversorgung abzuwenden". Die Bundesnetzagentur solle ermächtigt werden, eines der alten AKW als Reserve zu bestimmen.

dapd