Skilangläuferin Katrin Zeller im DHZ-Interview "Handwerker brauchen Ausdauer"

Skilangläuferin Katrin Zeller unterstützt die Imagekampagne des Handwerks. Im DHZ-Interview erläutert die Silbermedaillengewinnerin von Vancouver ihre Beweggründe und die Gemeinsamkeiten zwischen Sport und Handwerk. Interview: Hanni Kinadeter

Skilangläuferin und Silbermedaillengewinnerin Katrin Zeller unterstützt die Imagekampagne des deutschen Handwerks und taufte einen Augsburger Linienbus mit Kampagnen-Motiv. Foto: Kinadeter

"Handwerker brauchen Ausdauer"

DHZ: Frau Zeller, Sie unterstützen als Patin der Handwerkskammer Schwaben die "Supermacher-Kampagne" des bayerischen Handwerks und haben den neuen Imagekampagnen-Bus für Augsburg getauft. Warum werben Sie für das Handwerk?

Katrin Zeller: Ich werbe für das Handwerk, weil die jungen Menschen viel Potenzial haben. Das Alte-Leute-Image des Handwerks kann man aufwerten. Dafür werbe ich seit dem Sommer 2009. Vergangene Saison war ich noch mit der orangenen Aufschrift "handwerksberufe.de" in der Loipe unterwegs. Diese Saison bekomme auch ich das rot-blaue Imagekampagnen-Logo. Das sieht man sicher viel besser.

DHZ: Wie kommt die Verbindung zum Handwerk, haben Sie selbst einen Handwerksberuf erlernt?

Zeller: Nein, wegen des Sports bin ich bei der Bundespolizei. So etwas gibt’s leider beim Handwerk nicht. Obwohl das Handwerk sehr interessant ist. Aber ich weiß nicht, ob ich mit 31 Jahren überhaupt noch so etwas lernen könnte.

DHZ: Welcher Handwerksberuf gefällt Ihnen besonders?

Zeller: Zimmerer oder Schreiner. Ich mag alles, was mit Holz zu tun hat. Ich bewundere die kreative Arbeit. Und es gefällt mir, zum Beispiel Schnitzereien anzuschauen.

DHZ: Welche Parallelen sehen Sie zwischen Handwerkern und Sportlern?

Zeller: Handwerker wie Sportler müssen viel Ausdauer haben. Auch viel Konzentration müssen sie aufbringen. Zum Beispiel muss ein Zimmerer auf dem Dach die Balance halten. Das ist bei Sportlern ganz ähnlich.

DHZ: Wie in jedem anderen Beruf haben Sie als Langläuferin auch schon sportliche Krisen durchlebt. Welche Tipps zur Krisenbewältigung können Sie Handwerkern geben, die sich gerade durch die größte weltweite Wirtschaftsflaute kämpfen?

Zeller: Sportler sind sehr ehrgeizig. Sie kämpfen auch in schlechten Zeiten. Dann müssen sie sich motivieren und an das Gute denken. Sie müssen sich daran erinnern, dass sie talentiert sind und gut trainiert haben und, dass sie ihre Sportart können. Handwerker können das genauso machen.