Der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel und SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier haben sich im Streit um die Rente mit 67 auf einen Kompromiss geeinigt. Sie soll eingeführt werden, aber nicht bereits wie von der Großen Koalition beschlossen, im Jahr 2012, sondern später.
SPD: Rente mit 67 kommt – aber später
Gabriel und Steinmeier einigten sich nach Informationen von "Bild"-Online darauf, dass es bei der schrittweisen Einführung der Rente mit 67 bis zum Jahr 2029 soll. Allerdings soll die Verlängerung der Arbeitszeit frühestens 2015 beginnen und nicht wie bisher beschlossen 2012. Zudem soll es Ausnahmen für Arbeitnehmer geben, die besonders schwer arbeiten.
Gabriel sagte: "Die Anhebung des Rentenalters kann erst erfolgen, wenn ältere Arbeitnehmer auch wirklich eine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben. So steht es im Gesetz. Das aber missachten Merkel und Westerwelle, wenn sie stur an der schnellen Einführung der Rente mit 67 festhalten wollen."
Der gemeinsame Vorschlag, den er mit Steinmeier machen werde, berücksichtige zweierlei: "Dass die Menschen immer älter werden, deswegen länger Rente beziehen. Und: dass derzeit nur 21 Prozent der über 60-jährigen Rentenversicherten überhaupt noch arbeiten."
Beide Sozialdemokraten wollen am kommenden Sonntag einen gemeinsamen Vorschlag der engsten Parteiführung vorlegen, der auf dem Parteitag im September beschlossen werden soll.
ddp