GfK Konsumklima im Sommerhoch

Das Konsumklima in Deutschland hat sich wieder aufgehellt. Gründe sind laut Gesellschaft für Konsumforschung das gute Abschneiden der deutschen Fußballer bei der Weltmeisterschaft, das sommerliche Wetter sowie die positiven Meldungen vom Arbeitsmarkt.

Konsumklima im Sommerhoch

Diese Faktoren überlagerten offenbar die Sorgen vor Belastungen durch das Sparpaket und höhere Krankenversicherungsbeiträge. In der Folge sei der von dem Institut ermittelte Gesamtindikator von revidiert 3,6 Punkten für Juli auf nunmehr 3,9 Punkte für August gestiegen, teilte die GfK mit.

Die Konsumforscher sprachen von einem "Konsumklima im Sommerhoch". Während die Einkommenserwartungen "signifikant" gestiegen seien, habe die Anschaffungsneigung jedoch leichte Einbußen hinnehmen müssen. Ob sich der Stimmungsaufschwung insgesamt fortsetze, bleibe abzuwarten. Die Rahmenbedingungen dafür seien jedenfalls gegeben.

Wie die Marktforscher weiter mitteilten, erreichte der Indikator für die Konjunkturerwartung mit aktuell 36,8 Punkte seinen höchsten Stand seit Oktober 2007. Die Verbraucher erwarteten demnach nicht nur eine fortgesetzte Konjunkturerholung, sondern vielmehr, dass diese an Dynamik gewinnen werde.

Allerdings haben sich den Angaben zufolge die optimistischeren Konjunktur- und Einkommenserwartungen noch nicht auf die Anschaffungsneigung ausgewirkt. Trotz leichter Verluste sei das Niveau des entsprechenden Indikators dennoch "überaus gut" und liege "weit über dem langfristigen Durchschnitt". Angesichts der Sonderkonjunktur für einige Branchen wegen der Fußball-Weltmeisterschaft – etwa in der Unterhaltungselektronik – sei der geringe Rückgang der Anschaffungsneigung im Juli daher als eine Normalisierung zu werten.

ddp