Jeder vierte Auszubildende jobbt wegen Geldmangels zusätzlich. Das ist das Ergebnis einer Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung. Wie sich in der Befragung von rund 6.000 Auszubildenden herausstellte, verdienen die Lehrlinge im zweiten Jahr durchschnittlich 478 Euro netto.
Jeder vierte Auszubildende leidet unter Geldmangel
Zwei von drei Auszubildenden waren der Ansicht, dass ihre Vergütung zu niedrig sei. Die meisten Lehrlinge (93 Prozent) kamen demnach auf zwischen 300 und 700 Euro netto pro Monat. Fünf Prozent verdienten unter 300 Euro, zwei von Hundert haben monatlich mehr als 700 Euro netto auf dem Konto.
Von den Auszubildenden, die neben ihrem Hauptberuf jobben, tut dies etwa jeder Vierte, weil ansonsten nicht genug Geld für die Grundversorgung wie Miete und Lebensmittel da wäre. Ein weiteres Drittel finanziert mit dem Verdienst ausschließlich individuelle Zusatzwünsche.
Im Durchschnitt jobben die Jugendlichen laut der Studie zusätzlich zu ihrer Ausbildung 9,2 Stunden pro Woche. Jeder Dritte geht bis zu fünf Stunden lang zusätzlich arbeiten. 15 Prozent der zusätzlich jobbenden Lehrlinge investiert allerdings bis zu 15 Stunden pro Woche in die Nebentätigkeit.
Über die Hälfte der Auszubildenden (59 Prozent) berichtet laut der Studie zudem von regelmäßigen Überstunden während der Lehre. Durchschnittlich fast fünf Arbeitsstunden arbeiten sie eigenen Angaben zufolge länger – nicht immer gäbe es Freizeitausgleich.
ddp