Die Ratingagentur Moody's hat wegen mittelfristiger Kreditrisiken die Bonitätsnote für Griechenland um vier Stufen gesenkt. Das Rating wurde auf "Ba1" von "A3" abgestuft. Die Bewertung rutschte damit auf "Ramsch-Status".
Rating-Agentur stuft Griechenland auf "Ramsch-Status"
In die Bonitätsnote von "Ba1" seien die Stärken und die Risiken eingeflossen, die mit dem Hilfspaket von Europäischer Union (EU) und Internationalem Währungsfonds (IWF) verbunden seien, erklärte die Ratingagentur. Der Ausblick für das Rating wurde als "stabil" bezeichnet.
Das Hilfspaket von EU und IWF eliminiere zwar alle kurzfristigen Risiken für einen liquiditätsgetriebenen Zahlungsausfall und ermutige zu Strukturreformen, die den Schuldendienst auf einem machbaren Niveau stabilisieren können, sagte Moody's-Analystin Sarah Carlson. Die Risiken aus diesem Strukturprogramm seien aber erheblich und eher mit einem "Ba1"-Rating konsistent. Das Rating werde sich in den nächsten zwölf bis 18 Monaten wahrscheinlich nicht ändern.
Es gebe beträchtliche Unsicherheit über die Auswirkungen der im Zuge des Hilfspakets beschlossenen Sparmaßnahmen auf das Wirtschaftswachstum, erklärte die Moody's-Analystin weiter. Das Hilfspaket von EU und IWF für Griechenland sieht vor, dass Athen innerhalb von drei Jahren Kredite von bis zu 110 Milliarden Euro erhalten kann.
ddp