IAB Angebot an offenen Stellen bleibt zu Jahresbeginn verhalten

Die Zahl der offenen Stellen in Deutschland ist im ersten Quartal dieses Jahres leicht gesunken. Wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit mitteilte, fiel die Zahl der offenen Stellen gegenüber dem Vorjahr um rund drei Prozent auf 843.000.

Angebot an offenen Stellen bleibt zu Jahresbeginn verhalten

Besonders deutliche Rückgänge wurden dabei in den Branchen Metall und Handel verzeichnet. "Der Arbeitskräftebedarf der Betriebe bleibt verhalten", sagte Arbeitsmarktforscherin Anja Kettner. Dies sei jedoch kein Zeichen für eine negative Entwicklung, sondern die Folge des erfolgreichen Beschäftigungserhalts in der Krise. "Die Betriebe bauen erst Kurzarbeit ab und weiten die Arbeitszeiten ihrer Beschäftigten wieder aus, bevor sie neue Stellen ausschreiben."

Im ersten Quartal 2010 gab es dem IAB zufolge am ersten Arbeitsmarkt, also ohne Berücksichtigung der geförderten Stellenangebote, nur rund halb so viele offene Stellen wie im Boomjahr 2007. Besonders deutlich sank die Zahl der Stellen im Bereich Metall/Metallerzeugnisse sowie im Handel. In der Metallbranche war im ersten Quartal das Stellenangebot um rund drei Viertel niedriger als noch im ersten Quartal 2007, im Handel fiel es um zwei Drittel niedriger aus.

Die Privaten und Sozialen Dienstleistungen entwickelte sich dagegen trotz der Wirtschaftskrise positiv. Hier gab es im ersten Quartal rund 31 und 7 Prozent mehr Stellen.

Das IAB erfasst viermal jährlich das gesamte Stellenangebot, also auch jene Stellen, die nicht den Arbeitsagenturen gemeldet werden. Im ersten Quartal wurden 8.000 Arbeitgeber aller Wirtschaftsbereiche befragt.

ddp