Die mittelfristigen Konjunkturerwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren haben sich im Mai eingetrübt. Der entsprechende Index fiel von 53,0 Zählern im Vormonat auf 45,8 Punkte, teilte das Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung mit.
ZEW-Konjunkturerwartungen trüben sich wieder ein
"In den gesunkenen Konjunkturerwartungen mag sich die zunehmende Unsicherheit von Konsumenten und Investoren bezüglich der Konsolidierungspolitik der öffentlichen Haushalte im Euroraum und hinsichtlich der Entwicklung des Wechselkurses des Euro widerspiegeln", sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz.
Trotz der aktuellen Eintrübung geht das ZEW weiterhin von einer konjunkturellen Erholung in den kommenden sechs Monaten aus. Gestützt werde diese Einschätzung durch die positiven Zahlen zum Export und der Industrieproduktion im März. Allerdings sei die zunehmende Verschuldungsproblematik zahlreicher Länder tendenziell als Konjunkturrisiko.
Der ZEW-Konjunkturindikator gilt als ein wichtiger Stimmungsindikator der deutschen Wirtschaft. Befragt werden monatlich rund 300 Analysten und institutionelle Anleger.
ddp