Keine Chance auf einen Ausbildungsplatz in Westdeutschland? Der Zentralverband des Deutschen Handwerks rät Jugendlichen zu mehr Mobilität.
Handwerk rät Jugendlichen aus dem Westen zu Lehre im Osten
In Ostdeutschland bleibe wegen des Geburtenrückgangs bereits eine Vielzahl von Ausbildungsplätzen unbesetzt, selbst in so attraktiven und begehrten Berufen wie Kfz-Mechatroniker oder Friseurin.
Schwannecke beklagt, es gebe offenbar bei den westdeutschen Jugendlichen ein "Mobilitätsproblem". Noch vor Jahren seien die Ostdeutschen aufgefordert worden, zur Lehre in den Westen zu gehen. "Jetzt ist es umgekehrt", betont der ZDH-Generalsekretär. Zudem gewähre die Arbeitsagentur auch finanzielle Beihilfen zur Berufsausbildung, wenn die Lehre nicht am Wohnort der Eltern stattfinde.
Generell warnt der ZDH wegen zurückgehender Schulabgängerzahlen vor einem wachsenden Fachkräftemangel. Schon im vergangenen Jahr blieben 10 000 Lehrstellen im Handwerk unbesetzt, und in diesem Jahr sei mit einer Lücke in gleicher Höhe zu rechnen, sagte Schwannecke. Bundesweit würden 2010 über 25 000 weniger Jugendliche die Schulen verlassen als im Vorjahr. In den neuen Ländern sei der Rückgang dreimal so hoch wie in Westdeutschland.
