Trotz des harten Winters hat sich die deutsche Konjunktur nach Ansicht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung im abgelaufenen Quartal robust gezeigt. Der vielerorts befürchtete Abschwung sei nicht eingetreten.
Konjunktur trotz des harten Winters robust
Vielmehr sei für das erste Vierteljahr 2010 ein moderater Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 0,4 Prozent zu erwarten. Dies seit vor allem auf die verhalten positive Entwicklung in der Industrie zurückzuführen. Nach einem harten Rückschlag im Januar hätten sich die Ausfuhren wieder etwas erholt.
Für das laufende zweite Quartal erwartet das DIW eine noch stärkere Belebung der wirtschaftlichen Aktivität. So werde mit einem BIP-Plus von 0,7 Prozent gerechnet. Der Aufwärtstrend werde in erster Linie von der Bauwirtschaft getragen; nach dem ungewöhnlich harten Winter hätten die Auftragseingänge in einzelnen Bereichen zuletzt zweistellig zugelegt. Parallel dazu sei eine wesentliche Verbesserung diverser Stimmungsindikatoren zu verzeichnen. Demnach dürfte sich auch der private Verbrauch etwas positiver entwickeln. "Der gute Ausblick auf das zweite Quartal sollte jedoch nicht zur Euphorie verleiten", warnte DIW-Experte Vladimir Kuzin. Das Wachstum sei kurzfristig erhöht, weil die Konjunkturprogramme noch wirksam seien.
ddp