Der Bundesverband deutscher Banken sieht trotz einer spürbaren Beschleunigung des deutschen Wirtschaftswachstums im Frühjahr keine zügige Konjunkturerholung. Für dieses und nächstes Jahr rechnet der Verband deshalb unverändert mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von jeweils 1,5 Prozent.
Bankenverband erwartet keinen zügigen Aufschwung
Der Bankenverband stützt seine Konjunkturprognose auf die wichtigen Stimmungsindikatoren, die sich zuletzt weiter verbessert hätten, einer günstigen Auftragsentwicklung in den ersten beiden Monaten dieses Jahres sowie der weiter an Fahrt gewinnenden Weltwirtschaft. Belastend wirke jedoch weiter die extrem niedrige Kapazitätsauslastung. Ferner liefen die weltweiten Konjunkturprogramme in den kommenden Monaten entweder aus oder würden allmählich zurückgefahren. Auch für den Arbeitsmarkt könne noch keine Entwarnung gegeben werden.
Der Bankenverband verwies weiter darauf, dass wegen der Handelsverflechtungen im Euroraum auch die Konsolidierungsprogramme in den hoch verschuldeten Euro-Ländern die deutsche Wirtschaft bremsten. Zudem gefährde die Verschuldung der Industriestaaten zunehmend die Wirtschaftserholung. Beispielsweise könne die hohe staatliche Kreditnachfrage privaten Investoren den Zugang zu Kapital erschweren. Ferner könnte die eventuell aufkommende Sorge um Steuererhöhungen zur Sanierung der angeschlagenen Haushalte oder steigende Inflationsraten Investitionen und den privaten Konsum bremsen.
ddp