Fehlende Ausbildungsreife, mangelnde Leistungsbereitschaft, Disziplin und Belastbarkeit – die Vorwürfe an Deutschlands Lehrlinge wiegen schwer. Nun nimmt Handwerkspräsident Otto Kentzler die Jugendlichen in Schutz.
Kentzler nimmt Lehrlinge in Schutz
"Die jungen Leute heute sind nicht schlechter als früher, auch wenn sie von der Schule oft schlechter vorbereitet entlassen werden", sagte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) der "Passauer Neuen Presse". "Wem die Ausbildung Spaß macht, wer sich reinhängt, der erreicht auch mit schwachen Zeugnisnoten sein Ziel. Dafür ist die Ausbildung ja da." In seiner Imagekampagne wirbt das Handwerk verstärkt um Lehrlinge.
Kentzler betonte: "Für die offenkundigen Versäumnisse der Schulen darf man aber nicht die Kinder verantwortlich machen." Besonders bei jungen Migranten sieht der Handwerkspräsident "große politische und gesellschaftliche Versäumnisse".
ddp