Statistisches Bundesamt Verbraucherpreise steigen im November leicht

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im November im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden mitteilte, stieg besonders der Preis für Benzin und Strom.

Verbraucherpreise steigen im November leicht

Im Vergleich zum Vormonat Oktober 2009 verringerte sich der Verbraucherpreisindex geringfügig um 0,1 Prozent. Die Schätzung für November 2009 wurde somit leicht nach oben korrigiert.

Gas und Heizöl billiger

Im November 2009 wirkte sich die Preisentwicklung der Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) leicht dämpfend auf die Inflationsrate aus. Energie verbilligte sich insgesamt um 2,5 Prozent gegenüber November 2008. Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung bei Energie hätte die Inflationsrate bei + 0,7 Prozent gelegen. Im Jahresvergleich stellten die Statistiker bei der Haushaltsenergie deutliche Preisrückgänge bei Gas mit − 18,7 Prozent sowie bei Heizöl mit − 14,9 Prozent fest. Binnen Jahresfrist verbilligten sich auch die Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme (− 8,6 Prozent).

Höhere Preise für Strom und Benzin

Die Preise für Strom stiegen dagegen um 5,8 Prozent. Erstmals seit einem Jahr lagen auch die Kraftstoffpreise im Schnitt mit + 5,6 Prozent wieder über denen des Vorjahres (darunter Superbenzin: + 9,6 Prozent; Dieselkraftstoff: − 6,2 Prozent).

Nahrungsmittel waren im November 2009 2,2 Prozent billiger als ein Jahr zuvor. Die stärksten Preisrückgänge wurden bei Gemüse mit − 8,9 Prozent und bei Molkereiprodukten mit − 5,4 Prozent festgestellt. Um drei Prozent teurer wurden gegenüber November 2008 dagegen Fisch und Fischwaren.

Fernseher und Computer deutlich günstiger

Besonders verbraucherfreundlich entwickelten sich die Preise für einige Erzeugnisse der Unterhaltungselektronik: Fernsehgeräte wurden um 23,1 Prozent billiger. Die Preise für Personalcomputer fielen um 17,8 Prozent. Notebooks waren um 11,7 Prozent günstiger zu haben.

Veränderung im November 2009 gegenüber dem Vormonat Oktober 2009
Insgesamt blieben die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat Oktober 2009 nahezu unverändert (− 0,1%).

Auffällig war im November 2009 gegenüber Oktober 2009 der Preisanstieg bei Energie um 0,6 Prozent und bei Nahrungsmitteln um 0,5 Prozent. Im Monatsvergleich erhöhten sich bei Energie die Preise für Mineralölprodukte um 1,9 Prozent. Heizöl kostete 0,5 Prozent mehr als im Vormonat, Kraftstoffe verteuerten sich im gleichen Zeitraum um 2,3 Prozent (darunter Superbenzin: + 2,6 Prozent; Dieselkraftstoff: + 1,2 Prozent).