Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) verlangt eine weitreichende Modernisierung der deutschen Wirtschaft.
Röttgen fordert Modernisierung der Wirtschaft
In den nächsten zehn Jahren werde es eine ziemlich grundlegende Änderung in der Wirtschaftsweise geben müssen, insbesondere in der Energiewirtschaft, sagte Röttgen der "Süddeutschen Zeitung".
Union und FDP hatten sich in ihrem Koalitionsvertrag darauf verständigt, die deutschen Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Röttgen betonte, das erfordere Änderungen sowohl bei der Erzeugung als auch beim Verbrauch von Energie. "Wir haben uns lange zu sehr auf das Energieangebot konzentriert und zu wenig auf den Verbrauch", sagte er. Das solle sich ändern. Vor allem die Förderung erneuerbarer Energien könne helfen, das deutsche Klimaziel zu erreichen. "Wir werden so unabhängiger und sicherer in der Energieversorgung", sagte Röttgen. Denkbar seien auch neue Standards für die effiziente Nutzung von Energie in Haushalten.
Röttgen kündigte an, Wirtschafts- und Umweltministerium würden zum Oktober nächsten Jahres gemeinsam ein Energiekonzept vorlegen. Darin würden nicht einzelne Atommeiler betrachtet, sondern die deutsche Energielandschaft als Ganzes. Langfristig allerdings bleibe als Ziel der komplette Umstieg auf erneuerbare Energien.
ddp