Das Desertec-Projekt zum Bau gigantischer Solarkraftwerke in der Sahara nimmt Gestalt an. Zwölf Unternehmen aus der Energie-, Solar- und Finanzbranche sowie die Desertec Foundation haben in München die DII GmbH gegründet.
Industrieinitiative für Wüstenstrom-Projekt gegründet
Ziel der Gesellschaft ist laut einer Mitteilung der Münchner Rück die zügige Umsetzung des Desertec-Projekts, mit dem langfristig ein "erheblicher Anteil" des Strombedarfs in Nordafrika und bis zu 15 Prozent des europäischen Strombedarfs mit Wüstenstrom gedeckt werden sollen.
Der niederländische Energiemanager Paul van Son wurde von den Gesellschaftern zum Geschäftsführer der DII GmbH bestellt. Er arbeitete zuvor bei Unternehmen, die sich in den Bereichen Erneuerbare Energien und Energieeffizienz einen Namen gemacht haben.
"Wir sehen in der Desertec-Vision einen ganz entscheidenden Baustein für eine nachhaltige Energieversorgung in den MENA-Staaten (Naher Osten und Nordafrika) und Europa. Jetzt ist Zeit, aus dieser Vision Wirklichkeit werden zu lassen", wird van Son zitiert.
Für das Wüstenstrom-Projekt haben sich mehrere Großunternehmen zusammengeschlossen. Zu den beteiligten Unternehmen gehören die schweizerische ABB, die spanische Abengoa Solar, die algerische Cevital, die Deutsche Bank, E.ON, die HSH Nordbank, die MAN Solar Millennium, M+W Zander, RWE, Schott Solar und Siemens. Über einen Zeitraum von 40 Jahren sind Investitionen in Höhe von 400 Milliarden Euro im Gespräch.
ddp