Rückgang um 6,9 Prozent im zweiten Quartal Handwerk macht deutlich weniger Umsatz

Die Umsätze im zulassungspflichtigen Handwerk blieben im zweiten Quartal 2009 deutlich hinter den Erwartungen zurück. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks rechnet aber mit einer Verbesserung bis zum Jahresende.

Handwerk macht deutlich weniger Umsatz

Umsatzrückgänge betrafen das Bauhauptgewerbe, das Ausbaugewerbe, die Handwerke für den gewerblichen Bedarf, das Lebensmittelgewerbe, das Gesundheitsgewerbe sowie die Handwerke für den privaten Bedarf. Den größte Umsatzrückgang meldete das Handwerk für den gewerblichen Bedarf mit einem Minus von 22,1 Prozent. Höhere Umsätze als im Vorjahr verzeichnete im zweiten Vierteljahr 2009 lediglich das Kraftfahrzeuggewerbe mit einem Plus von 0,8 Prozent.

"Die von uns erhobenen Stimmungsbilder im Bau- und Ausbaubereich waren im zweiten Quartal deutlich besser", teilte der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) auf Anfrage der Deutschen Handwerks Zeitung mit. Im dritten Quartal werde sich die Situation "sicher verbessern, da spätestens dann die öffentlichen Aufträge aus den Konjunkturpaketen wirken werden", erklärte der ZDH. Richtig sei jedoch, dass die Krise die handwerklichen Zulieferer, insbesondere Feinwerkmechaniker, im zweiten Quartal aufgrund des Exportrückganges besonders hart traf. "Das Minus ist fst doppelt so hoch wie im ersten Quartal", hieß es beim ZDH. Vor allem betroffen seien Bayern und Baden-Württemberg, wo viele Zulieferer für den Maschinen- und Automobilbau sitzen.

Im Bauhauptgewerbe, im Ausbaugewerbe, in den Handwerken für den gewerblichen Bedarf, im Kraftfahrzeuggewerbe sowie in den Handwerken für den privaten Bedarf ging auch die Beschäftigung zurück. In den Handwerken für den gewerblichen Bedarf fiel der Personalrückgang mit 4 Prozent am stärksten aus. Das Lebensmittel- und das Gesundheitsgewerbe verzeichneten mit jeweils +0,4 Prozent eine Beschäftigungszunahme. Für die weitere Entwicklung der Zahlen im Jahr 2009 erwartet der Handwerksverband eine Stabilisierung: "Aufgrund der ordentlichen Binnenkonjunktur und einer Stabilisierung im exportorientierten Handwerk werden die Beschäftigtenzahlen nicht weiter nachgeben."

dhz/Quelle der Tabellendaten: Statistisches Bundesamt