Interview des ZDH-Präsidenten Kentzler kritisiert Kündigungsschutz als Einstellungsbremse

"Wir müssen uns mehr um die kümmern, die einen Arbeitsplatz möchten, nicht nur um die, die einen Job haben", sagte Handwerkspräsident Otto Kentzler in der Berliner "BZ am Sonntag". Bei Neueinstellungen solle der volle Kündigungsschutz in kleinen und mittleren Betrieben erst nach zwei Jahren wirksam werden.

Kentzler kritisiert Kündigungsschutz als Einstellungsbremse

Von den Koalitionsverhandlungen zwischen Union und FDP erwartet Kentzler die Einlösung des Versprechens "Mehr Netto vom Brutto". Die angekündigten Steuerentlastungen seien "von zentraler Bedeutung". Die Wirtschaft brauche "eine Korrektur der Unternehmenssteuer." Zudem dürften Kosten, wie Kedrite oder Leasingverträge nicht voll besteuert werden, "da viele Unternehmen in der Krise nur Verluste schreiben."

Eine klare Absage erteilte Kentzler einer Erhöhung der Mehrwertsteuer. Dadurch werde nur die Schwarzarbeit ansteigen. Der Handwerkspräsident schlug stattdessen einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz für arbeitsintensive Dienstleistungen vor.

dhz